Otten lässt es locker angehen. Mit Aufwärm- und Dehnübungen geht es los, dann gibt es die ersten Ballkontakte. Schließlich werden Umspieltechniken und Torschüsse geübt. Gelegentlich muss er den lerneifrigen Nachwuchs bremsen, dermaßen engagiert sind die jungen Fußballer bei der Sache.
Von diesem Temperament lässt sich Otten, der mehr als 300 Bundesligaspiele absolviert hat und mit Werder Bremen im Jahr 1988 sogar Deutscher Meister geworden ist, anstecken. Im abschließenden Spiel zeigt er, was fußballerisch in ihm steckt – sehr zur Freude der Zuschauer.
Während der rund eineinhalbstündigen Trainingseinheit ruft ein Knirps plötzlich in Richtung Spielfeldrand: „Martin, schreibst du dir auch alles auf?“;. gemeint ist Trainer Martin Krahl, der heute als stummer Beobachter das Geschehen verfolgt und erst zum Schluss beim Übungsspiel aktiv wird.
Mit dem Namen Jonny Otten dürften die Jungs vor dem Training wenig anzufangen gewusst haben, denn sie wurden zu der Zeit geboren, als der gerade seine Profikarriere beendete. Aber das mindert seinen „Erfolg“ bei den Jugendlichen nicht. „Kommen sie nächste Woche wieder?“, verabschieden sie ihn.
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