Weißenfels - Der „Baskets-Retter“ der vergangenen Saison hat einen neuen Job. Oldenburgs Bundesliga-Rivale MBC Weißenfels hat sich von Trainer Igor Jovovic getrennt und Ingo Freyer zum Cheftrainer ernannt. Der abstiegsbedrohte Club reagierte damit auf die sportliche Talfahrt und hofft, dass Freyer, der sich inzwischen einen Ruf als Feuerwehrmann in der Basketball-Szene erarbeitet hat, für die letzten sechs Saisonspiele die nötigen Rettungs-Impulse setzen kann. Freyer leitete schon am Dienstag das Training der Mannschaft und wird seinen Einstand am Samstag (18 Uhr) beim Heimspiel gegen die Hamburg Towers geben. Am vorletzten Spieltag (Freitag, 5. Mai) wird es dann in Weißenfels das Duell zwischen Freyer und seinem Ex-Team, den EWE Baskets Oldenburg, geben.
Die Weißenfelser haben zuletzt sieben Niederlagen in Serie kassiert und am Sonntag auch das Gastspiel beim Vorletzten Frankfurt Skyliners mit 65:71 verloren. Der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Sieg. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, doch nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Frankfurt ist die Lage sehr ernst. Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um in der Liga zu bleiben“, erklärte Teammanager Martin Geissler.
Freyer trug von 1998 bis 2001 als Spieler das Trikot der Mitteldeutschen. Der 39-malige Nationalspieler betreute zuletzt die Baskets Oldenburg, die er im Januar 2022 auf dem letzten Tabellenplatz übernommen und mit zwölf Siegen aus 18 Spielen noch auf den elften Rang geführt hatte. Sein Vertrag war aber nicht verlängert worden, stattdessen hatten die Baskets Pedro Calles als Trainer verpflichtet.
