Herr Schwager, Ihr Sohn Timm sowie Sören Scheer und Annika Poetzsch wollen einen mit Hilfsgütern beladenen Krankenwagen als rollende Spende zum Gesundheitszentrum des Vereins „Riverboat-Doctors-International“ (RDI) in Gambia bringen. Wo sind die Drei jetzt?
SchwagerSeit Sonntag, 13 Uhr, befindet sich der Krankenwagen im Hafen von Tanger in Marokko. Die Weiterfahrt wurde nicht gestattet. Als Grund wird genannt, dass eine Bescheinigung fehle, die bestätigt, dass die Drei mit dem Krankenwagen nach Gambia fahren. Eine Kopie dieser Bescheinigung haben sie dabei, aber die wird nicht anerkannt. Ob diese Bescheinigung der tatsächliche Grund ist, weiß ich nicht.
Wie groß ist mittlerweile der Zeitverzug? Ist das Ziel, am 3. Juli beim Gesundheitszentrum zu sein, noch zu packen?
SchwagerZurzeit haben wir einen Zeitverzug von drei Tagen. Sören, Annika und Timm wollen, wenn der Wagen freigegeben ist, die Nacht durchfahren, da würden sie einen Tag aufholen. Ob sie am 3. Juli in Buniadu sind, kann ich nicht sagen. Wir wissen ja nicht, was noch kommt.
Welches ist denn die bislang höchste Hürde auf der Tour.
SchwagerMit scheint, dass das ein Zöllner in Tanger ist.
Gibt es ansonsten Helfer vor Ort?
SchwagerJa. Annika schreibt, dass es herrlich sei mit anzusehen, dass viele Menschen helfen wollen und dann doch nicht helfen können. Aber es gibt auch tatkräftige Unterstützung. Zum Beispiel nach dem Abholen der geforderten Bescheinigung aus der Botschaft von Gambia in der marokkanischen Hauptstadt Rabat: Weil die Drei unter Zeitdruck standen, hat der Taxifahrer aus seinem alten Mercedes offenbar das Letzte herausgeholt.
Nach den Erfahrungen, die Sie jetzt sammeln mussten: Würden Sie eine solche Aktion noch einmal organisieren?
SchwagerJa, natürlich. Jetzt haben wir bestimmte Erfahrungen gemacht, die würden mit einfließen. Im Übrigen zählt doch das Ergebnis: Dass sie mit den Hilfsgütern ankommen.
