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Erfolgreiche Familie aus Nikolausdorf Vater und Sohn schaffen es auf Tennisthron

Starkes Duo: Sohn Ben und Vater Daniel Rolfes

Starkes Duo: Sohn Ben und Vater Daniel Rolfes

Privat

Nikolausdorf/Celle/Hollenstedt - Wenn der Vater mit dem Sohne – die Leidenschaft für den Tennissport teilt, kann es ganz schön stressig werden. Vor allem, wenn sowohl Papa als auch Sohnemann verdammt gut mit dem Schläger umgehen können. Das haben Daniel Rolfes und sein Sohn Ben aus Nikolausdorf am zurückliegenden Wochenende wieder mal gemerkt. Wollten doch beide ihr Können auf Hallenboden zeigen und trotzdem den jeweils anderen anfeuern. Und so ging es nicht nur auf dem Tennisplatz hin und her, sondern auch zwischen der Gemeinde Hollenstedt im Landkreis Harburg und der mit dem Auto etwa anderthalb Stunden entfernten Stadt Celle. In erstgenanntem Ort spielte Ben das hochkarätig besetzte Turnier um den Juniors Cup in der Altersklasse M12, während sein Vater am Tor zur Lüneburger Heide um die Nordostdeutsche Meisterschaft der M40 kämpfte. So wurden dann am Sonntag Siege eingefahren – aber auch reichlich Kilometer gefahren. Doch am Ende gab es den Lohn, schafften es doch sowohl Vater als auch Sohn auf den Tennisthron: Daniel Rolfes wurde überraschend Nordostdeutscher Meister, und Ben gewann die Nebenrunde des Juniors Cup.

Ungesetzt

Während der ungesetzte Daniel Rolfes am Samstag seine ersten beiden Spiele in Celle deutlich gewinnen konnte, musste Topfavorit Roman Tennert (TC SCC Berlin), die Nummer vier der deutschen M40-Rangliste, schon nach der ersten Runde die Segel streichen. Er hatte gegen den ebenfalls ungesetzten Arne Andresen (TC BW Salzhausen) mit 14:16 im Match-Tiebreak verloren.

Allerdings erging es Ben, der für den Oldenburger TeV spielt, in Hollenstedt nicht besser. Die Nummer 41 der deutschen M12-Rangliste musste sich in Runde eins dem späteren Turniersieger Matteo Venturini aus Hamburg geschlagen geben. Dafür lief es in der Nebenrunde umso besser: Er spielte sich wie sein Vater ins Halbfinale durch, so dass ein anstrengender Sonntag bevorstand.

Ben, der 2023 schon Regionsmeister, Dritter der Landesmeisterschaften und Dritter im Doppel der Nordostdeutschen Titelkämpfe geworden ist, unterstützte am Morgen seinen Papa im Halbfinale von Celle. Und der konnte Unterstützung gebrauchen, musste er doch über die volle Distanz gehen. Aber der niedersächsische Landesmeister seiner Altersklasse schaffte es tatsächlich ins Endspiel, so dass Ben guten Mutes mit seiner Mutter nach Hollenstedt fahren konnte, wo er dann das Endspiel der Nebenrunde erreichte.

Bestes Tennis

Vater Daniel traf derweil im Finale auf Arne Andresen, der nach seinem Coup gegen den Favoriten weiter aufgetrumpft hatte und mit glatten Zwei-Satz-Siegen ins Finale eingezogen war. Dementsprechend sprach vieles für Andresen, aber der Nikolausdorfer ließ Taten sprechen. Er spielte sein bestes Tennis, ein hohes Tempo und leistete sich nicht eine einzige Schwächephase, so dass er mit 6:2 und 6:2 den Titel holte. Aber groß feiern war erst mal nicht drin, sprang er doch ins Auto, um wieder nach Hollenstedt zu fahren. Dort sah der neue Nordostdeutsche Meister, der eine Woche zuvor mit den Herren 30 des TC Nikolausdorf-Garrel knapp den Aufstieg in die Regionalliga verpasst hatte, wie Ben den Thron der Nebenrunde durch ein 6:4 und 6:1 eroberte. So konnten sie dann gemeinsam feiern und feststellen: Wenn der Vater mit dem Sohne – die Leidenschaft für den Tennissport teilt, müssen sportreiche Wochenenden nicht zwangsläufig arm an schönen Familienmomenten sein...

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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