Dötlingen - Dem Werder-Fan-Club 27801 in der Gemeinde Dötlingen laufen weiter die Fans zu, während ihrem Lieblingsverein Werder Bremen die Punkte und damit gewonnenen Spiele in der laufenden Bundesliga-Saison mitunter fehlen.
Fakten, an denen der Geschäftsführer Sport beim SV Werder Bremen, Thomas Eichin, am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung im Schützenhof in Dötlingen des wohl größten Werder-Fanclubs im Norden nicht rütteln konnte und wollte. Vor knapp 180 Mitgliedern stand er Rede und Antwort und schilderte nüchtern, aber auch optimistisch die Lage.
Ehrengast Eichin und der Fanbeauftragte Jermaine Greene wurden besonders empfangen: Die WFC-Mitglieder sangen stehend das Werderlied, als sie in den Saal des Schützenhofs Dötlingen kamen.
WFC-Präsident Ingo Kläner erinnerte in seinem Jahresbericht an die Gründung des WFC am 19. Februar 2001 in Aschenbeck’s Kate. „14 Jahre ist das her und heute begrüßen wir unser 1500. Mitglied“, sagte Kläner. Er sprach von Werder als immer noch sehr sympathischer Mannschaft der Liga und einem mittleren Platz in der Saison 2014/2015. „Aktuell läuft es aber nicht so gut, wie es könnte“, sorgte sich der Präsident weiter, sprach (am Freitagabend) von Rang 16 und einer besorgniserregenden Heimbilanz
Die gute finanzielle Lage des Fan-Clubs schilderte Kassenwart Birger Strudthoff. Kassenwart II Endro Bode erklärte die aktuelle Mitgliederbewegung. „Aktuell haben wir 1561 Mitglieder. Das sieht wahrscheinlich in zwei Stunden schon wieder anders aus“, meinte Bode. 1280 sind über 18 Jahre alt. Ein Drittel Frauen, das jüngste Mitglied ist am 30. September 2015 geboren: Anni, die Tochter von Wieland Garms.
Der spannende Moment war am Freitagabend das große Geheimnis um das 1500. Mitglied des WFC. Annegret Ahrens aus Großenkneten stand sprachlos vor den klatschenden Werder-Fans und nahm von Eichin das Trikot mit der Nummer 1500 entgegen. Sie wusste von nichts, ihr Sohn hatte sie zur Versammlung gelotst.
Danach ging es ans Eingemachte: Fragen, warum Pizarro nicht in der Anfangself stehe, zum Verkauf von jungen Talenten, zur Taktik des Trainers und die Finanzen waren nur einige Themen. Eichin verwies auf den laufenden Konsolidierungskurs. „Am Ende des Jahres hoffen wir eine schwarze Null zu schreiben“, sagte Eichin.
Das Konzept, am Markt günstig Spieler einzukaufen und zu sichten, gehe langsam auf. „Wir hoffen, Ende der Saison wieder einen guten Mittelfeldplatz zu haben und eventuell auch an den europäischen Wettbewerben zu kratzen. Wir spielen besser als der Tabellenplatz jetzt zeigt.“ Wichtig sei aber auch, dass die Fans die Mannschaft auch in den schweren Zeiten weiter so unterstützen würden wie jetzt.
