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Speedway Faszination Bahnsport hautnah erleben

Cloppenburg - „Ohne Fleiß kein Preis“ heißt es im Volksmund. Dieser Spruch galt auch für die Speedway-Talente, die am vergangenen Rennwochenende am zweiten Lauf des ADAC Weser-Ems-Cups, und dem ersten Rennen im Rahmen der „Talents-Team-Trophy“ auf der perfekt hergerichteten Anlage des MSC Cloppenburg in Emstekerfeld zu Gast waren.

Denn um ein guter Fahrer zu werden, braucht es mehr als ein Helm und eine flotte Maschine unterm Hinterm. So begann für die 18 Teilnehmer in der Juniorenklasse B der Wettkampfmorgen mit einem klassischen Fitnessprogramm.

Aufwärmprogramm

Es wurde gelaufen, ehe auf dem grünen Rasen des Innenfeldes der Bahn ein Stretching- und Dehnprogramm unter Leitung von Trainer Benjamin Hegener durchgeführt wurde. Für die Talente unter 14 Jahren, die eine eigene Trainingsgruppe hatten, wurde das Aufwärmprogramm mit spielerischen Mitteln wie zum Beispiel mit einem Ball durchgeführt.

Beim älteren Jahrgang sah dies schon ganz anders aus. Während es sich die nicht wenigen Trainingskiebitze auf den Rängen gemütlich machten, absolvierten die Talente kernige Liegestütze und die gute, alte Kniebeuge. So ein Aufwärmprogramm sei schon sehr wichtig, meinte anschließend Benjamin Hegener, Trainer der Jugendgruppe vom MSC Cloppenburg. „Man muss körperlich fit sein, um Speedway zu fahren, sonst geht es nicht.“ Hegener weiß, wovon er spricht. Er ist selbst 15 Jahre lang erfolgreich aktiv gefahren.

Fasziniert vom Sport

Wenn er das Fahrerlager betritt, leuchten seine Augen wie Sterne am Abendhimmel. „Die Motorengeräusche, die Klänge, dieser Sport hat einfach eine ganz besondere Faszination“, findet Hegener, dessen Sohn Marlon ebenfalls ein leidenschaftlicher Fahrer ist. Die ganze Atmosphäre stimme einfach hier in Cloppenburg, sagte Hegener. „Bei allem Wettbewerb um Punkte und gute Platzierungen sei die Atmosphäre unter den Teilnehmern sehr familiär“, stellte Hegener klar.

Die Jugendgruppe des MSC trainiere einmal im Monat. Jetzt beim Rennen wird er zwar genau hinschauen, was seine Schützlinge so auf der Bahn zeigen, aber er hält sich eher im Hintergrund auf. „An den Renntagen redet man den Fahrern gut zu. Aber ich überfrachte sie nicht mit Anweisungen. Denn die Jungs und Mädels müssen ihre eigenen Erfahrungen sammeln und vor allem ihren eigenen Weg finden“, erklärt Hegener.

Top-Fahrer Rene Deddens hat seinen Weg bereits gefunden. Während die Mechaniker an seinen Maschinen den letzten Feinschliff vornehmen, machte sich Deddens für seinen Start fertig. Er nutzte das Wochenende, um auf der Anlage zu trainieren. „Das ist bestes Trainingswetter, um Fahrpraxis zu sammeln“, strahlte er. Für ihn ein wichtiger Praxistest. „Ich hab ein neues Fahrwerk, dass ich testen will“, berichtete Deddens. So ein Rennwochenende im Zeichen der Talente, findet Deddens lobenswert. „Das ist ganz wichtig für unseren Sport und für die Jugendförderung.“

Beckering konzentriert

Unterdessen beäugte Tim Beckering, einer der Mechaniker von Deddens, mit prüfendem Blick den fahrbaren Untersatz seines Chefs. „Es muss alles passen und genau stimmen. Man muss alles auf Herz und Nieren prüfen“, sagte Beckering und seine Augen schauten konzentriert wie die eines Falken auf der Jagd.

Voller Vorfreude zeigte sich indes der 14-jährige Lando Michaelis vom SC Neuenknick. „Es ist das erste Freilufttraining für mich. Endlich wieder die Maschine testen, ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht“, sagte Michaelis. Die Trainingsbedingungen seien top in Cloppenburg. „Das ist schon echt super hier. So macht es großen Spaß zu trainieren“, sagte Michaelis, der in der Junior C-Klasse (250 ccm) startet.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)
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