Ahlhorn/Brettorf/Moslesfehn/Wardenburg - Nach dem zweiten Spieltag ist in der 1. Faustball-Bundesliga Nord der Frauen nur noch der TV Jahn Schneverdingen ungeschlagen. Der amtierende Deutsche Meister bezwang unter anderem den Ahlhorner SV in einem einseitigen Topspiel mit 3:0. Ahlhorn rehabilitierte sich mit einem glatten Dreisatzsieg gegen den SV Moslesfehn, der am Wochenende ebenso wie der Wardenburger TV ohne Erfolgserlebnis blieb. Der TV Brettorf kehrte mit 2:2 Punkten aus Kutenholz zurück.
TV Jahn Schneverdingen - SV Moslesfehn 3:0 (11:7, 11:6, 11:7). Gegen den neuen Tabellenführer konnten die Moslesfehnerinnen wie erwartet nicht viel ausrichten. Phasenweise hielten Anna Keyser, Tokessa Köhler-Schwartjes, Marleen Schmertmann, Nane Ahrens und Anna-Lena Pargmann zwar gut mit, insgesamt war Schneverdingen aber zu stark.
TV Jahn Schneverdingen - Ahlhorner SV 3:0 (11:6, 13:11, 11:7). Bei schweren Windverhältnissen und gegen die Sonne kamen die Ahlhornerinnen schlecht in die Partie. Im zweiten Satz steigerte sich der ASV, zumal es besser gelang, Schneverdingens Angreiferin Helle Großmann aus dem Spiel zu nehmen. Doch trotz zwischenzeitlicher Führung war es in der Verlängerung erneut der TV Jahn, der die entscheidenden Punkte machte. Der dritte Satz wurde anschließend wieder zu einer klaren Sache. „Wir sind mit der Angabe nicht gut durchgekommen und hatten auf allen Positionen Schwächen“, meinte ASV-Trainerin Janna Köhrmann. Sie gab aber gleichzeitig auch zu: „Schneverdingen hat einfach stark gespielt und verdient gewonnen.“
SV Moslesfehn - Ahlhorner SV 0:3 (6:11, 0:11, 4:11). Dank einer klaren Leistungssteigerung der Ahlhornerinnen wurde das Derby zu einer klaren Sache. „Wir haben die Vorgaben von Anfang an umgesetzt und wollten zeigen, was wir können“, berichtete Köhrmann. Mit Jordan Nadermann, Mieke Kienast, Melissa Leopold, Felicia Gißler, Michaela Grzywatz, Sarah Albrecht und Minh-Anh Tran kamen alle ASV-Spielerinnen zum Einsatz.
Wardenburger TV - VfL Kellinghusen 0:3 (6:11, 4:11, 3:11). Der Heimspieltag stand für die Wardenburgerinnen von Anfang an unter keinem guten Stern, da Angreiferin Sarah Lücken krankheitsbedingt ausfiel. Neben Mareike Glunde, Sabrina Rohling, Alissia Oetjen und Jolina den Dulk kam Johanna Jacob aus der zweiten Mannschaft zu ihrem Bundesligadebüt. Das Quintett wehrte sich zwar nach Kräften, konnte gegen einen starken Gast aus Kellinghusen letztendlich aber nichts ausrichten.
Wardenburger TV - Ohligser TV 0:3 (7:11, 4:11, 6:11). Einen ähnlichen Spielverlauf gab es im zweiten Duell des Tages gegen den letztjährigen DM-Teilnehmer aus Solingen. Auch hier blieben die Wardenburgerinnen ohne Satzgewinn und rutschten in der Tabelle mit 2:6 Punkten auf den siebten Platz.
TV Brettorf - TSV Essel 3:2 (11:6, 9:11, 11:8, 4:11, 11:4). Bei den Relegationsspielen im vergangenen Sommer waren sich die beiden Teams zuletzt begegnet. Damals hatte der TVB mit einem klaren 3:0-Erfolg die Klasse gehalten, Essel war im weiteren Turnierverlauf aufgestiegen. Im Bundesliga-Duell lieferten sich die beiden Teams nun ein eine Partie über die volle Distanz. Hauptgrund dafür waren auch die extrem windigen Bedingungen auf dem Esseler Sportplatz. So gewann immer das Team auf der Seite mit Rückenwind den Satz. „Der Wind hat es super schwer gemacht, das eigene Spiel aufzuziehen“, berichtete TVB-Trainer Tom Hartung. Im Entscheidungssatz begann seine Mannschaft (Jule Weber, Laura Marofke, Christin Hirsch, Laura Cording, Melanie Steenken, Hannah Meyer, Rike Bode) dann gegen den Wind, lieferte hier aber eine starke Leistung ab – und wechselte mit einer Führung die Seiten. Essel musste somit riskieren, war aber zu fehlerbehaftet. „Am Ende haben wir es wirklich gut gemacht und verdient gewonnen“, lobte Hartung.
TV Brettorf - MTV Wangersen 1:3 (13:11, 4:11, 7:11, 8:11). Wie schon in der vergangenen Spielzeit musste sich der TVB gegen Wangersen geschlagen geben. Dabei waren die Schwarz-Weißen mit einer Satzführung in die Partie gestartet, gaben das Spiel in der Folge aber mehr und mehr aus der Hand. „Wangersen hat es im Gegensatz zu uns sehr gut gemacht“, musste Hartung gestehen: „Wir haben zu wenig Druck aus der Angabe erzeugt und die einfachen Bälle nicht gut gespielt.“ Dadurch sei das Aufbauspiel bei den windigen Bedingungen nur sehr schwer möglich gewesen. Hartung: „So hat man gegen Wangersen keine Chance zu gewinnen.“
