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NWZonline.de Sport

Vorrunde: Favorit findet Lücke nur einmal

22.06.2016

Paris Joachim Löw blickte grimmig in die Kameras. Die deutschen Weltmeister ließen sich nach dem 1:0 (1:0) gegen Nordirland vor der deutschen Fan-Kurve feiern, aber darauf hatte der Bundestrainer keine Lust. Seine Mannschaft steht als Gruppensieger im Achtelfinale der EM, die Schwäche im Torabschluss aber bereitet ihm große Sorge.

„Das geht nicht! Wenn man in der K.o.-Runde mal nur wenige Torchancen bekommt, dann muss man die alle auch verwerten“, sagte Löw im Pariser Prinzenpark, eindringlich schob er hinterher: „Damit kann man nicht spaßen! Da müssen wir auch mal das Tor treffen!“

Mit dem Abpfiff hatte Löw seinem nordirischen Kollegen hastig die Hand gereicht, dann war er umgehend in der Kabine verschwunden. Das Lächeln seines Siegtorschützen Mario Gomez sah er aus dem TV-Studio. „Wir sind Erster! Die Tore haben wir uns für die K.o.-Phase aufgehoben. Ganz egal, gegen wen“, beruhigte der Torschützenkönig der türkischen Liga seinen Trainer. Der nächste Gegner wird mit hoher Wahrscheinlichkeit am Sonntag in Lille (18 Uhr) die Slowakei sein.

In diesem Spiel wird sich die deutsche Mannschaft keine Chancenverschwendung leisten können. „Wir hätten zur Halbzeit drei oder vier zu Null führen müssen“, betonte Löw nach dem verdienten Gruppensieg, das Wort „müssen“ sprach er langsamer und deutlich lauter. Positiver sah es Mats Hummels: „Wenn wir auf die absoluten Spitzenteams treffen, werden wir noch eine Schippe drauflegen können.“

Immerhin hatte Mario Gomez getroffen (29. Minute), erstmals seit mehr als vier Jahren. Er darf hoffen, für den restlichen Turnierverlauf einen Stammplatz zu haben. Den hat Thomas Müller sicher, obwohl er vom Pech verfolgt war: Er traf Pfosten (27.) und Latte (34.).

„Heute haben alle gesehen, was sie sich immer gewünscht haben. Wir wissen aber: Die Tore haben gefehlt“, sagte Müller, für den es eine verflixte Sache geworden ist mit dem ersten EM-Tor: „Allein ich hätte heute mit Gareth Bale gleichziehen müssen.“ Der Waliser hat bereits drei Tore erzielt.

Sie zauberten, sie stürmten, die Attitüde des Weltmeisters war wieder da. Mit viel Esprit und großer Spielfreude knackte die deutsche Nationalmannschaft das nordirische Bollwerk, aber eben nur einmal. Es hätten weit mehr Tore sein müssen. Mario Götze scheiterte mehrfach in bester Position. Sami Khedira brachte den Ball auch nicht am Torhüter vorbei. Selbst Gomez (73./82.) hätte locker zwei weitere Tore schießen können. Ein wenig Sorge bereitet zudem, dass sich Abwehrchef Jerome Boateng angeschlagen auswechseln ließ (76.). Laut Löw war es eine Vorsichtsmaßnahme, weil ein Muskel zwickte.

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