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Rennen Nicole Jung rast mit ihrer Kiste zum Sieg


Nicole Jung rast mit ihrem fahrbaren Untersaatz beim Seifenkisten-Rennen in Feldhausen zum Sieg. 
Andreas Gruner

Nicole Jung rast mit ihrem fahrbaren Untersaatz beim Seifenkisten-Rennen in Feldhausen zum Sieg.

Andreas Gruner

Feldhausen - Zum ersten Mal hat am Sonntag eine Frau das Seifenkisten-Rennen in Feldhausen gewonnen: Nicole Jung vom Team „Havana-Club“. Die zunächst hoch gehandelten Auszubildenden von Premium Aerotec in Einswarden mussten sich mit dem fünften Platz begnügen.

Robert Kowitz gibt Gas

Denn vor ihnen brausten Rainer Schnied vom „Team 60+“ und Kurgeschäftsführer Robert Kowitz vom Team TSB auf die Plätze zwei und drei. Rang vier ging an die „Pintits“, die im vergangenen Jahr noch um Haaresbreite den Sieg gegen „Havana-Club“ verpasst hatten. Die Spirituosen-Marke „Havana-Club“ wird übrigens – anders als die kubanische Hauptstadt – nur mit einem N geschrieben.

Auch bei dieser vierten Auflage des Rennens, das von der Dorfgemeinschaft Feldhausen organisiert wird, ging es wieder hoch her. Neben den sechs Kindern unter 14 Jahren beteiligten sich 23 erwachsene Fahrer an dem mit viel Spaß verbundenen sportlichen Spektakel. „So viele waren noch nie am Start“, freute sich Chef-Organisator und Rennleiter Johann Evers, der am Sonnabend und Sonntag die Veranstaltung an der Deichdrift mit viel Humor moderierte. Gleich neun Pokale, Geld- und Sachpreise wurden an die schnellsten Mannschaften vergeben.

Am Sonnabend wurde nach den ersten noch unverbindlichen Trainingsläufen die Startreihenfolge für das eigentliche Rennen am Sonntag festgelegt. Die zweifachen Titelverteidiger – das „Havana“-Team – hatten mehrere ernstzunehmende Konkurrenten. Neben den „Pintits“ wurden vor allem den 15 PAG-Auszubildenden Chancen eingeräumt, denn die 17- bis 21-Jährigen hatten in den vergangenen zweieinhalb Monaten an der Konstruktion einer äußerst windschnittigen Seifenkiste gefeilt, bei der hochwertige Materialien wie Carbon und Glasfaser verwendet wurden. Gelungen auch der Aufdruck „Nur fliegen ist schöner“ auf ihrem professionell wirkenden Gefährt.

Angeregt worden war das Gemeinschaftsprojekt bei einer Freisprechungsfeier. Cord Siefken und Ralf Bremer hatten es dann ins Rollen gebracht, wobei Bremer übrigens zu den fünf Teammitgliedern des ‚Havana-Clubs‘ gehört. „So gesehen kann ich eigentlich gar nicht verlieren“, meinte er vor den Qualifikationsläufen noch lachend.

Ernüchternd dann allerdings die Zeiten nach den ersten Durchgängen. Die Nordenhamer Azubis schafften es gerade einmal auf Platz 5. Und auch der Lokalmatador schwächelte im Vergleich zu anderen Mannschaften. Vorne lag nämlich Rainer Schnied von „‚60+“, gefolgt vom Team TSB und den „Pintits“. Grund genug für so manchen, in den nächsten Stunden noch einmal an dem Eigenbau herumzuschrauben, um das Fahrverhalten zu optimieren.

Umso spannender die Finalläufe am Sonntag. Angefeuert von vielen hundert Fans am Streckenrand, lieferten sich die ambitionierten Fahrer ein noch spannenderes Rennen als am Vortag, aus dem am Ende tatsächlich wieder das „Havana“-Team als erster Sieger hervorging.

Tjelle Janßen ganz vorn

Bei den Kindern setzten sich die Geschwister Janßen vom Team Tischlerei Janßen durch. Tjelle schaffe es auf den ersten Platz, Annalena auf den zweiten, gefolgt von Marco Denkler aus Bremen (Team „Blaufuchs“). Als originellste Seifenkiste wurde die Eigenkonstruktion von „Havana“ ausgezeichnet. Den zweiten Platz in dieser Kategorie machten die „Flaschenkinder“ mit Patrick Bötcher und Nico Paries. Dritter Sieger wurde die „Funwanne“ mit Alf und Manina Paries. Alle drei Teams kommen übrigens aus Feldhausen. In der sogenannten Funklasse wurden schließlich die „Pintits“ mit ihrer Heizkörper-Seifenkiste und wiederum die „Funwanne“ prämiert, die zugleich die einzigen Teilnehmer in dieser Gruppe waren.

Grund zur Freude hatte neben den Piloten und vielen Mannschaften schließlich ebenso das Orga-Team mit seinen rund 25 Helfern. Denn auch das Rahmenprogramm an den beiden Tagen kam beim Publikum wieder sehr gut an – angefangen vom Auftritt der Band Gezeiten-Rock am Sonnabend, der die bis ein Uhr andauernde Open-Air-Party bei fast schon tropischen Temperaturen einleitet hatte, bis hin zu dem von der NWZ gesponserten Frühschoppen am Sonntag mit der Live-Musik des Shantychors „Butjenter Blinkfüer“.

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