Habbrügge - Gewinnen wird er wahrscheinlich wieder nicht – aber der bunteste Vogel im Fahrerfeld des Stockcar-Rennens beim Großenkneter Frühjahrsmarkt dürfte Bernhard Müller auch diesmal sein. Zum fünften Mal tritt der Habbrügger zu dem ruppigen Motorsport-Wettstreit an und einmal mehr kurvt er in einem äußerst farbenfrohen Fahrzeug um den Kurs.

Zweimal hatten bisher Kinder der Grundschule Habbrügge und zuletzt die Bewohner des Kinder- und Jugendhauses der Rotenburger Werke zu Farbe und Pinsel gegriffen, um Müllers Auto farblich aufzumotzen. Diesmal sorgten Mitglieder der Falkenburger Jugendfeuerwehr für das motorisierte Kunstwerk. Sie seien sofort Feuer und Flamme gewesen, als die Idee an sie herangetragen wurde, berichteten am Sonnabend die stellvertretenden Jugendfeuerwehrwartinnen Yvonne Müller und Kerstin Bande.

Und Feuer und Flamme war passenderweise auch eines der Motive: Sie schlängeln sich über die Seitenkarosserie des weißen Mazda 626, den Müller 1998 als Neuwagen gekauft und seitdem durchgehend genutzt hat. „Der hat 240 000 Kilometer auf der Uhr“, erzählte er stolz.

Beim Rennen in Großenkneten am Sonnabend, 9. April, wird der Mazda aber wohl endgültig sein Leben aushauchen. Denn dass die meisten Fahrzeuge hinterher nur noch für den Schrotthändler von Interesse sind, ist beim Stockcar eine Art Teilnahmebedingung. Bernhard Müller sorgt sich allerdings, dass er gar nicht bis ins finale Crashrennen kommt: „Die Kiste ist zu schwer für den Kurs.“