Elmendorf/Oldenburg - Die Musik steigert sich, eine Turnerin nimmt Anlauf, Radwende und dann hebt sie ab für einen gestreckten Rückwärtssalto. Landung, und direkt weiter in das nächste Bild der Choreografie. Eine knappe Minute später halten die Paradinos ihre Abschlusspose, die Musik verklingt. In den vergangenen Monaten haben die Showakrobatinnen vom TV Elmendorf viel trainiert – auf ein großes Ziel hin. Sie dürfen zum ersten Mal beim Feuerwerk der Turnkunst als Lokalgruppe dabei sein. Am Samstag, 30. Dezember, um 14 Uhr in der EWE- Arena in Oldenburg eröffnen sie die zweite Show der Tournee von Europas erfolgreichster Turnshow.
Show mit Herzklopfen
Dieses Jahr trägt die Feuerwerks-Show den Namen „Heartbeat“. Sie soll das Publikum an ein Gefühl von Freiheit erinnern und dem Publikum das Lebensgefühl der 80er-Jahre zurückbringen, Luftnummern, akrobatische Höchstleistungen, internationale Turnstars und gefühlvolle Geschichten erwarten die Zuschauer und Zuschauerinnen.
Die Aufregung bei den Turnerinnen ist entsprechend groß und das schon weit vor Weihnachten. Seit August arbeiten sie an der neuen Choreografie, die ihre Trainerin Kim Rasmussen zusammen mit Co-Trainerin Lina Brunnée extra für das Feuerwerk der Turnkunst entwickelt hat. Zu von den Veranstaltern ausgesuchter Musik – durchaus eine Herausforderung, denn die ist so ganz anders als alles, was die Paradinos bisher verturnt haben. Ebenfalls ungewohnt war im Choreografie-Prozess, dass das Publikum beim Feuerwerk der Turnkunst von vier Seiten zuschaut, etwas, was auf Bühnen nicht gegeben ist.
Bei den Paradinos turnen aktuell 32 Mädchen und Frauen im Alter zwischen acht und 43 Jahren zusammen – darunter auch fünf Mütter mit ihren insgesamt neun Töchtern. „Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit innerhalb des Teams ist uns das Wichtigste“, sagt Rasmussen: „Und jede mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Choreografie hervorzuheben.“
Kleine Premiere glückt
Für die Paradinos gab es schon vor dem Feuerwerk eine kleine Premiere mit der neuen Choreografie. Sie durften eine leicht abgewandelte Version am Samstag, 16. Dezember, auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Zwischenahn vorführen. „Da gab es noch Raum für einige Verbesserungen, aber insgesamt waren wir zufrieden“, sagt Rasmussen. In den vergangenen zwei Wochen vor dem Feuerwerk ging es darum, die letzten Feinarbeiten innerhalb der Choreo auszuarbeiten, das Bühnenbild zu vervollständigen und die Kostüme aufzupolieren.
Und natürlich wurde immer wieder geübt, geübt und noch mehr geübt, damit auch wirklich jeder Schritt sitzt und alle Übungen funktionieren. Ein Teil der neuen Choreografie findet auf einem Podest statt, welches ebenfalls extra für diese Show angefertigt wurde – doch Elemente, die auf dem Boden mühelos gelingen, müssen auf dem Podest noch mehr trainiert werden, damit sie wirklich sicher sind.
Für dieses Training steht ein letzter Gesamtdurchgang an. Die Turnerinnen verteilen sich auf der Fläche. Das Gemurmel und vereinzeltes Lachen erstirbt, dann senken sich die Köpfe in Konzentration. Die Musik startet wieder, der Herzschlag der Turnerinnen wird schneller und die Vorfreude steigt. Auf „Heartbeat“ in der großen EWE-Arena in Oldenburg.
