Ganderkesee - Ein Springseil ist  zusammenge­faltet kleiner als ein Smartphone und passt in jede Hosentasche. Es sei aber nicht nur handlich, sondern auch gut für die Gesundheit, erklärt Iris Hahn, Workshopleiterin bei der Deutschen Herzstiftung. Sie besuchte am Mittwoch die Grundschule Lange Straße und zeigte 24 Drittklässlern zusammen mit Sportlehrerin Barbara Koch diverse Tricks mit dem Seil. Das könne jederzeit in der Pause oder zwischendurch in der Freizeit hervorgeholt werden, sagt Hahn.

Nach der zweistündigen Übungsphase des Präventionsprojekts „Skipping Hearts“ stieg die Anspannung schließlich bei den Grundschülern. Denn bei lauter Discomusik führten sie in der Turnhalle vor der gesamten Schülerschaft und einigen Lehrkräften die verschiedenen Tricks vor – ob im Einzel, Doppel oder in der Gruppe, quer, nebeneinander oder seitlich. Die kleinen Zuschauer waren beeindruckt von den schwierigen Sprungvarianten, die ihre Mitschüler in so kurzer Zeit gelernt hatten.

Doch die sportliche Form des Springens mit dem „schnellen Seil“ macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gut für die Gesundheit. „Wir wollen mit dem Seilspringen die Bewegung der Kinder unterstützen und die koordinativen Fähigkeiten fördern“, sagt Hahn. Denn viele der Kinder spielen eher am Computer oder sitzen vor dem Fernseher. Auch die herzkranken Patienten würden immer jünger, berichtet Hahn.

Der Impuls zu dem Präventionsprojekt kam dabei aus dem Lehrerkollegium, erklärt Margrit von Reeken, zuständig für den Fachbereich Sport. Da sich so viele begeisterte Kinder aus den dritten Klassen für das freiwillige Angebot meldeten, wurden schließlich die Plätze fair ausgelost, berichtet von Reeken.