Westerstede - Der Friesische Klootschießerverband (FKV) macht sich am Himmelfahrtsmorgen mit 70 Teilnehmern und weiteren Begleitpersonen auf den Weg nach Schleswig Holstein auf die Halbinsel Eiderstedt. Dort werden die 8. Deutschen Meisterschaften im Klootschießen und Boßeln ausgetragen. Die Titelkämpfe lösen beim FKV-Vorsitzenden Jan Dirk Vogts aber nicht gerade große Euphorie aus. Er erklärte: „Was man sich ursprünglich einmal erhofft hatte, einen Aufschwung im Friesensport, ist durch diese Meisterschaft bisher nicht eingetroffen“. Die Unterschiede in den Verbänden seien zu groß. So steht der FKV übermächtig als mitgliederstärkster Verband mit rund 38 000 Mitgliedern weit vorn. Nur ein Zehntel davon, rund 3500, gehören zum Verband Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB). Dem Nordhorner NSKV gehören lediglich 350 Aktive an. Zudem nimmt eine kleine Gruppe aus Nordrhein Westfalen an der Deutschen Meisterschaft teil. Auch die Unterschiede in den Wurfgeräten und den Techniken sind zwischen den einzelnen Verbänden erheblich.
Bei der letzten Deutschen Meisterschaft gewann der FKV gleich 39 Medaillen. Der Feldkampf und das Straßenboßeln, wird auf de EM-Strecke von 1984 ausgetragen. Im Standkampf haben diesmal die Gastgeber mit dem 19-jährigen Maik Bruhn vom BV Weselburen einen heißen Titelanwärter dabei. Beim FKV haben der Europameister und Vize, Thore Fröllje Grabstede und Jens Stindt, Spohle, auf einen Start verzichtet.
Im Feldkampf ist der Titelverteidiger Stefan Runge nicht dabei. Das Feld der besten FKV Werfer führt Tim Wefer aus Mentzhausen an. Bei der letzten Deutschen Meisterschaft gewann in dieser Disziplin Hendrik Rüdebusch aus Halsbek Bronze. Bei den Frauen gehört im Feldkampf auf jeden Fall Wiebke Schröder aus Haarenstroth zu den Titelkandidatinnen. Die Fachwarte Reiner und Elfriede Berends sowie Helmut Eden und Monika Heiken hoffen auf ein gutes Abschneiden der FKVer. Der Vorstand ist neben Jan-Dirk Vogts mit dem 2. Vorsitzenden Johann Schoon und dem Geschäftsführer Peter Brauer vertreten.
