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NWZonline.de Sport

Fliegender Holländer schlägt wieder zu

16.11.2015

Oldenburg Die Worte von Ehefrau Pia kitzelten die restliche Motivation aus ihm heraus. „Sie hat gesagt, der Jur war so schnell, das schaffst du nie“, erzählte Gert-Jan Bruggink entspannt. Denn der 34-Jährige hatte es trotz oder gerade wegen dieses Seitenhiebs geschafft. Der Niederländer drückte als vorletzter Springreiter im Stechen derart auf das Tempo, dass er seinen bis dahin führenden Landsmann noch überholte. „Dieser verrückte Holländer“, flachste der zweitplatzierte Jur Vrieling augenzwinkernd.

Zum dritten Mal nach 2004 und 2013 gewann Bruggink am Sonntag den Großen Preis beim Oldenburger Agravis-Cup (früher Internationale Pferdetage) in der großen EWE-Arena. Mit seinem zwölfjährigen Wallach Vampire drehte er in 34,30 Sekunden im Stechen die schnellste Runde aller Nullfehlerreiter. Danach gab er ebenfalls Gas und jagte den Kleinwagen, den der Sieger als Preis mit nach Hause nehmen durfte, vor den rund 4000 Besuchern durch die Arena.

Noch zu Pferde hatte er wie Vrieling auf Carrera (35,80) vor Hindernis fünf des von Hans Sattler (Hatten) gesteckten Stech-Parcours eine riskante Abkürzung gewählt, an der kurz zuvor Mario Stevens (Molbergen) gescheitert war. Der Titelverteidiger belegte mit Brooklyn (4/45,00) den 14. Platz und war damit Schlusslicht der Finalrunde.

Als bester Oldenburger Reiter platzierte sich Jan Wernke (Holdorf), der auf Queen Mary (0/36,81) Dritter wurde. „Ich bin super glücklich, aber irgendwann will ich hier auch mal gewinnen“, formulierte er nach seinem Heimspiel eine Kampfansage an das niederländische Duo. Der deutsche Meister Denis Nielsen hatte hingegen im ersten Umlauf früh aufgegeben. Mit seiner Stute Quintana war der Löninger an einigen Hindernissen gescheitert.

„Der Große Preis hat wieder einmal Spitzensport geboten“, würdigte Turnierchef Kaspar Funke den Höhepunkt des Agravis-Cups. Seinen Angaben zufolge kamen rund 23 500 Zuschauer an den vier Wettkampftagen in die Halle. „Das Reitturnier steht auf einer gesunden Basis für die Zukunft“, sagte Funke.

Nachdenkliche Worte fand Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) vor der Siegerehrung, als er an die Opfer der Terroranschläge von Paris erinnerte. „Terroristen können uns nicht vorschreiben, wie und wo wir Sportveranstaltungen abhalten“, sagte er mit Blick auf die Geschehnisse rund um das Fußball-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland am Freitagabend.

Danach gratulierte er mit Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann den erfolgreichen Reitern und würdigte den „großen Sport“ der vier Turniertage. Währenddessen genoss Bruggink auf dem Videowürfel noch einmal seinen Siegesritt, mit dem er seine Frau eines Besseren belehrt hatte.

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