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NWZonline.de Sport

Bundesliga: Zorc sieht beim BVB kein Spitzen-Team

24.09.2019

Frankfurt /Dortmund Michael Zorc war mächtig angefressen. Die bohrenden Fragen nach dem bösen „M-Wort“ beantwortete der Sportdirektor von Borussia Dortmund zwar nicht so impulsiv und genervt wie sein Kapitän Marco Reus – dafür aber mit einer dramatischen Einschätzung. „So spielt keine Spitzenmannschaft“, sagte Zorc mit ruhiger Stimme und kritisierte: „Wir haben ein bisschen rumgedaddelt.“

Das 2:2 (1:1) der Westfalen bei Eintracht Frankfurt durfte daher getrost als verschenkter Sieg eingeordnet werden. Anstatt die Vorlagen der Titelrivalen zu kontern, mussten sich die Borussen fehlende Mentalität vorwerfen lassen. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Schon beim 1. FC Köln (3:1) war der BVB über weite Strecken den eigenen Ansprüchen hinterhergelaufen, drehte die Partie aber noch dank seiner individuellen Offensiv-Klasse. Beim Aufsteiger Union Berlin (1:3) gelang dies schon nicht mehr. In Frankfurt reichten im dritten Auswärtsspiel der Saison nun zwei Führungen und viele Chancen auf die frühe Vorentscheidung nicht.

„Wir haben uns dumm angestellt“, sagte Reus schon leicht gestresst, ehe ihm endgültig der Kragen platzte. „Kommt mir jetzt aber nicht mit eurem Mentalitätsscheiß. Jede Woche dieselbe Kacke, das geht mir so auf die Eier“, herrschte der Nationalspieler den Reporter an und forderte: „Jetzt ist langsam mal gut.“ Auch Trainer Lucien Favre wollte seinen Schützlingen diesbezüglich keine Vorwürfe machen: „Ich denke nicht, dass es eine Frage der Mentalität ist.“ Darüber ließe sich jedoch trefflich streiten. Zumal Eintracht-Trainer Adi Hütter sein Team nach dem späten Comeback lobte: „Mentalität heißt für mich, dass man bis zum Schluss an etwas glaubt und nie aufgibt.“

Die verdiente Führung durch Axel Witsel (11. Minute) hatte Frankfurt laut Zorc „sichtlich angeknockt, die waren am Boden, da haben wir überhaupt nicht fokussiert auf das nächste Tor gespielt“ – Dortmund hätte also eigentlich nur die vielen Chancen nutzen müssen. „Das war aber genau das“, sagte Torhüter Roman Bürki, „was uns gegen Barcelona auch ein bisschen gefehlt hat, die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.“ Zorc sprach von „Leichtfertigkeit“ und „fehlendem Fokus“, von Dingen, die ein reifer Titelkandidat nicht tut.

Und dafür erhielten die Gäste, und auch das könnte Einstellungssache sein, jeweils kurz vor dem Ende beider Halbzeiten die Quittung. Die erste Führung glich Frankfurts Zugang Andre Silva (43.) aus, die zweite Führung durch Jadon Sancho (66.) machte Thomas Delaney (88.) mit einem Eigentor zunichte.

Nicolas Reimer Brake / Redaktion Brake
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