FRANKFURT/LONDON/LA CORUNA - Schwache Ahlmann-Rückkehr in La Coruna, wenig Weltcup-Punkte in London – aber ein deutscher Dreifach-Erfolg in Frankfurt: Die Springreiter erlebten am Wochenende eine wechselhafte Bilanz. Für den Glanzpunkt sorgte Marcus Ehning mit seinem Sieg in der Frankfurter Festhalle. Der zweimalige Weltcup-Sieger aus Borken gewann auf Sandro Boy den Großen Preis von Frankfurt zum dritten Mal. Für seinen rasanten Ritt in 36,0 Sekunden erhielt er ein Auto sowie eine Prämie von 25 000 Euro.

„Jetzt kann ich ein paar Weihnachtsgeschenke mehr kaufen“, scherzte Ehning. Zweiter wurde Felix Haßmann (Lienen) mit Carefina (0/38,65), Rang drei ging an Franke Sloothaak (Borgholzhausen) mit Aquino (0/38,73). Favoritin Meredith Michaels-Beerbaum (Thedinghausen) landete nach einem Springfehler ihres Wallachs Shutterfly im Stechen nur auf dem sechsten Platz.

„Ich gehe versöhnt ins neue Jahr“, sagte Dressurreiterin Isabell Werth (Rheinberg) nach ihren überragenden Siegen mit ihrem Olympia-Pferd Satchmo im Grand Prix und in der Weltcup-Kür. Der 14-jährige Wallach hatte bei den Olympischen Spielen zweimal gepatzt. In der Kür bekam sie 82 Prozent, im Grand Prix am Tag zuvor hatte sie 78,125 Prozent erhalten. Zweite wurde beide Male Monica Theodorescu (Sassenberg) mit Whisper.

Beim ersten Turnierstart nach Ablauf seiner Sperre belegte Christian Ahlmann im Großen Preis von La Coruna nur Platz 28. Mit Lorenzo hatte er zwei Abwürfe. Es gewann der Niederländer Henk van de Pol mit Dan.

Beim Comeback nach der Zwangspause wegen verbotener Medikation seines Olympia-Pferdes Cöster erreichte Ahlmann bei der Galicien-Trophy einen zweiten Platz. Ahlmann war vom Weltverband FEI für vier Monate gesperrt worden, weil bei Cöster das im Wettkampf verbotene Mittel Capsaicin nachgewiesen worden war.

Beim Weltcup-Turnier in London verpassten die deutschen Springreiter die vorderen Plätze. Max Kühner aus München konnte mit Acantus nach zwei Zeitfehlern als Sechster noch am ehesten überzeugen. Der Sieg ging an Edwina Alexander (Australien) im Sattel von Itot du Chateau mit dem einzigen fehlerfreien Ritt der Entscheidungsrunde.