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NWZonline.de Sport

Sommerspiele: Olympia-Planer bewegen sich doch

23.03.2020

Frankfurt Unter dem beispiellosen Druck der weltweit wachsenden Kritik steuert Thomas Bach um. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC ist von der Strategie des sturen Festhaltens an der planmäßigen Austragung der Tokio-Spiele abgerückt. Inzwischen hat der IOC-Chef eingeräumt, auch verschiedene Szenarien in Betracht zu ziehen. Einen Totalausfall der Sommerspiele schließt er aber aus.

Am Sonntagabend teilte das IOC dann mit, es habe sich eine Frist von vier Wochen gesetzt. In diesem Zeitraum sollen mögliche Optionen für eine Verschiebung wegen der Coronavirus-Krise überlegt werden. Mehrere Szenarien wären bei einer wohl immer näher rückenden Absage denkbar: die Verschiebung der vom 24. Juli bis 9. August geplanten Spiele auf den Herbst dieses Jahres, auf den Sommer 2021 oder gar auf 2022.

Am wahrscheinlichsten dürfte die Verlegung um ein Jahr sein, was angesichts des bereits fixierten Terminkalenders im Weltsport auch eine Entscheidung nie da gewesener Dimension wäre. Im Sommer 2021 sind zum Beispiel die Weltmeisterschaften im Schwimmen in Fukuoka (Japan) und die der Leichtathleten in Eugene (USA) vorgesehen. Gegen 2022 spricht, dass in dem Jahr im Februar die Olympischen Winterspiele (in Peking/China) sowie im November und Dezember die Fußball-WM (in Katar) stattfinden sollen.

„Es wäre besser gewesen, wenn man von Anfang an gesagt hätte, dass man auch nach Alternativen sucht“, sagte Max Hartung, Vorsitzender des Vereins „Athleten Deutschland“. Der frühere Fecht-Europameister hat entschieden, nicht an Tokio-Spielen teilzunehmen, wenn sie doch in diesem Sommer stattfinden sollten. Mit diesem Schritt wolle er ein Zeichen setzen. Ihm „breche es das Herz“ angesichts der Tragweite: „Ich hätte heulen können.“

Das IOC und das Gastgeberland Japan hielten indes an den Ritualen der Spiele-Vorbereitung fest. „Mit einer Absage des Fackellaufs hätte man ein Zeichen setzen können, dass man während der Pandemie an der Seite der Menschen steht“, kritisierte Hartung. Ungeachtet davon kamen am Samstag mehr als 55 000 Menschen zum Bahnhof Sendai im Nordosten von Japan, um das dort angekommene Olympische Feuer in Empfang zu nehmen. Dabei hatte die Regierung die Öffentlichkeit aufgefordert, große Versammlungen zu vermeiden.

Der Eishockey-Weltverband IIHF hat die WM in der Schweiz (8. bis 24. Mai) am Samstag abgesagt. Fans aus aller Welt wollten für die WM nach Zürich und Lausanne reisen, 300 000 Tickets waren bereits verkauft worden. Doch der Sport rückt in diesen Zeiten in den Hintergrund. „Das ist eine brutale Realität für die Eishockey-Familie, die wir jedoch akzeptieren müssen“, sagte der scheidende Weltverbands-Präsident René Fasel. Damit fällt erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Eishockey-WM aus.

Ob die Schweiz die WM im kommenden Jahr nachholen darf, ist unklar. Nach der Ausrichtung in Zürich und Lausanne sollte die WM 2021 eigentlich in Riga (Lettland) und Minsk (Weißrussland) stattfinden. Bis 2025 sind die jährlichen Turniere vergeben.

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