FRIEDRICHSFEHN - Seit fünf Jahren bietet der Sportverein (SV) Friedrichsfehn über den Jahreswechsel ein zweiwöchiges Hallenfußballturnier an. Fußballteams aller Altersklassen von Kindern und Jugendlichen über Erwachsene bis hin zu Freizeitkickern spielen bei insgesamt 21 Wettbewerben ihre Sieger aus. Damit die Riesenveranstaltung für die Teilnehmer und Organisatoren zum Erfolg wird, werden viele ehrenamtliche Kräfte benötigt. Auch jetzt rollt „das runde Leder“ wieder in Friedrichsfehn; bis zum 9. Januar wird gespielt.

Die ersten Planungen beginnen alljährlich im Spätsommer. Die ersten Aufgaben – die Mannschaften einladen, Gespräche mit dem Landkreis führen etc. – sind zu erledigen. Dabei sind besonders die Mitglieder des Fußballvorstandes des SV Friedrichsfehn um ihren Vorsitzenden Thorsten Brumund in der Pflicht.

Zum Organisationsteam gehört auch Fabian Bosse, der im Wechsel mit den anderen vier Mitgliedern des Fußballvorstandes die Turniere vor Ort begleitet. Bei kleinen und größeren Problemen sorgt er für Abhilfe und Unterstützung. Vor der Veranstaltung muss man sich zudem um die Beköstigung von Spielern und Gästen, um Pokale, Plaketten und Preise, um die Schiedsrichter und den Hallensprecher kümmern.

Knapp wird die Zeit, wenn das Turnier unmittelbar bevorsteht. Einen Tag vor Weihnachten wurde die Mehrzweckhalle fußballgerecht hergerichtet, damit zwischen den Jahren bis in den Januar hinein das runde Leder rollen kann. Jeden Tag sind die Organisatoren von morgens bis in den späten Abend hinein in der Halle. „Dieses Turnier klappt nur, weil wir alle fußballverrückt sind“, weiß Fabian Bosse zu berichten.

Die Trainer der gastgebenden Mannschaften werden ebenfalls für Arbeiten eingespannt. So war Dirk Tirschler aus Petersfehn, Trainer der B-Jugend des SV Friedrichsfehn, für den Turnierplan mit zuständig. Bei den regelmäßigen Trainerstammtischen wurden ihm bestimmte Aufgaben zugewiesen, die er gern übernahm. Während des Turniers selbst betreut er seine Mannschaft, findet aber auch die Zeit, sich mit den Trainern anderer Vereine auszutauschen.

Es sind aber nicht nur Männer, die sich ehrenamtlich engagieren. Im gesamten Cafeteria-Bereich sind hauptsächlich Frauen anzutreffen, die Getränke ausschenken sowie Kuchen, Brötchen und Salate verkaufen. Die Kuchen und Salate wurden selbst gefertigt und gespendet. Meist sind es Mütter von Fußballern, die hinter dem Tresen stehen. Zu ihnen gehören Ursel Kammann (Friedrichsfehn) und Insa Hilljegerdes (Jeddeloh I). Während des Turniers wechseln sie sich beim Verkauf ab. Beide sind mit Spaß bei der Sache, möchten ihre Kinder unterstützen und freuen sich darauf, andere Fußballer-Mütter zu treffen.

Pro Turnier, das in der Regel einen halben Tag dauert, werden neben dem Fußballvorstand acht weitere Ehrenamtliche benötigt. Bisher gab es keine Schwierigkeiten, Helfer zu finden. Alle freuen sich, mit ihrem Engagement zum Erfolg der Veranstaltung beizutragen.