Friedrichsfehn - Einer außergewöhnlichen Herausforderung stellte sich Rieke Voß aus der Leichtathletik-Abteilung des SV Friedrichsfehn. Sie nahm an der virtuellen Weltmeisterschaft, der Worldwide Virtual Masters Challenge, teil – und das mit Erfolg. Ihre 27,35 Sekunden beim 200-Meter-Sprint waren der beste eingereichte Wert in der Altersklasse W35. Ihre 13,05 Sekunden über die 100-Meter-Strecke brachten ihr Platz zwei im virtuellen Vergleiche in.

Die Idee zum virtuellen Wettkampf hatten Gottfried Gassenbauer, Guy Dirkin und Andy Vince. Da unter anderem die Halleneuropameisterschaften in Braga und die Weltmeisterschaft in Toronto coronabedingt abgesagt wurden, überlegte sich das Trio eine Alternative, um den Athleten eine Möglichkeit zu geben, ihre Wettkampffortschritte miteinander vergleichen zu können.

Das Reglement sah vor, dass sich die Athleten erst registrieren und dann ihre Ergebnisse auf der Seite von mastersrankings.com hochladen. Diese Resultate konnten im WM-Zeitraum entweder in einem normalen Wettkampf, in einem Trainings-Wettkampf, bei dem Freunde messen, oder sogar auf Behelfsflächen wie Feld, Wald, Parkplatz oder ähnlichem erzielt werden. Je nachdem, was im jeweiligen Wohnort/Land der Athleten wieder erlaubt war. Nach Ablauf wurden alle Ergebnisse auf Richtigkeit kontrolliert und Anfang September veröffentlicht.

Rieke Voß vom SV Friedrichsfehn hatte sich registriert und am Sommersportfest des Hamburger Sportvereins teilgenommen. Es fand am 1. August statt und lag damit in dem vorgegebenen Zeitraum. Voß hatte Glück mit dem Wetter und lieferte an dem Tag tolle Leistungen ab, die nun knapp eineinhalb Monate später mit einer digitalen Gold- und Silbermedaille belohnt wurden.