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Friesensport-Europameisterschaft Nur vier Ammerländer bei der EM dabei

Wolfgang Böning
Vertreten den Kreisverband Ammerland bei der Friesensport-Europameisterschaft 2024: Wiebke Schröder (von links), Emma van Düllen, Lena Stulke und Hendrik Rüdebusch.

Vertreten den Kreisverband Ammerland bei der Friesensport-Europameisterschaft 2024: Wiebke Schröder (von links), Emma van Düllen, Lena Stulke und Hendrik Rüdebusch.

Wolfgang Böning

Ammerland/Neuharlingersiel - Die Friesensport-Welt blickt von Donnerstag bis Sonntag nach Neuharlingersiel im Kreis Wittmund. Dort kommen die besten Friesensportler bei der 17. Auflage der Europameisterschaften zusammen. Für den Klootschießer Landesverband Oldenburg (KLVO) gehen 24 Aktive in den drei Disziplinen Hollandkugel, Straßenboßeln und Klootschießen an den Start.

Das Aufgebot

Das Aufgebot aus dem Kreisverband Ammerland ist jedoch übersichtlich. Hendrik Rüdebusch (BV Vielstedt-Hude) und Vize-Europameisterin Lena Stulke (KBV Halsbek) zählen im Klootschießen zum Favoritenkreis. Rüdebusch ist zudem beim Hollandkugelwerfen mit dabei. Dort hofft auch Wiebke Schröder (Haarenstroth) als Ersatzwerferin auf ihren Einsatz. Bei den Juniorinnen ist Emma van Düllen (KBV Portsloge) Ersatzwerferin beim Straßenboßeln mit der Eisenkugel.

Erste Wettkämpfe am Freitag

Los geht die Friesensport-Europameisterschaft am Donnerstag um 13.30 Uhr mit dem Festumzug durch Neuharlingersiel.

Freitag ist der erste Wettkampftag. Dann stehen die Hollandkugelwerfer um 9, 12.30 und 14 Uhr im Fokus. Samstag geht es weiter mit dem Straßenboßeln mit der Eisenkugel – ebenfalls um 9, 12.30 und 14 Uhr.

Der finale Wettkampftag ist der Sonntag. Dann kämpfen die Klootschießer um 9, 12.30 und 14 Uhr um die EM-Titel.

Die Chancen

Rüdebusch wird mit dem Kloot wieder um die Medaillen mitwerfen. Vor zwei Jahren reiste er als Europameister zu den Wettkämpfen und kehrte mit der Bronzemedaille zurück. Erstmals ging der Titel an Mike Plähn (Verband Schleswig-Holsteiner Boßeler) und somit nicht in das FKV-Lager. Das wollen Rüdebusch und Silbermedaillengewinner Sören Bruhn (Schweinebrück) in diesem Jahr wieder korrigieren. Im Kampf um die Kloot-Titel wird auch Stulke ein Wort mitreden. Die 26-Jährige geht bereits in ihre vierte Europameisterschaft. Im Jahr wurde sie – damals noch für den KBV Schweinebrück – Jugend-Europameisterin. Bei den Frauen stand sie in 2016 und 2022 als Vize-Europameisterin bei den Erwachsenen auf dem Siegerpodest. „Es muss leistungsmäßig eine Spitzenleistung bei den drei Würfen abgerufen werden. Die Tagesleistung wird entscheiden“, hält sich Stulke im Vorfeld aber bedeckt.

Die Sorgen

Das Ammerland ist im Landesverband Oldenburg der größte Kreisverband, stellt aber nur vier EM-Teilnehmer. Die beiden Leistungsträger im Klootschießen sind quasi „Buten-Ammerländer“. Hendrik Rüdebusch startet für den BV Vielstedt-Hude aus dem Landkreis Oldenburg. Lena Stulke (KBV Halsbek) hat als Friesländerin das Klootschießen beim KBV Schweinebrück gelernt. Größter Kreisverband zu sein, bedeutet aber nicht, auch die meisten EM-Fahrer zu stellen, sagt der Ammerländer Kreisvorsitzende Axel Kasper. „Beim Boßeln haben sich zu wenige Ammerländer für die Championstour qualifiziert. Das Heranführen zu den Disziplinen muss aus den Vereinen erfolgen“, sagt Kasper. Die Rundenwettkämpfe auf Kreisebene seien gut besucht. „Will man aber in die Spitze kommen, muss man sich von sich aus selbst regelmäßig einbringen“, betont der Vorsitzende.

Auch der Ammerländer Kreisjugendwart Michael Reil geht auf Spurensuche. „Öfters fehlt die Konstant bei den Werfern. Man muss ein Ziel vor Augen haben und dafür etwas tun. In manchen Verein fehlt es an Jugendbetreuern. Jeder Verein ist also gefordert.“ Das Engagement sei aber weiterhin wichtig. „Bietet man etwas an, wollen die Kinder das auch alles mitmachen. In jeder Disziplin wird der Ehrgeiz entwickelt“, sagt Reil.

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