Wesermarsch/Werdum - Der Kampf um die letzten freien Plätze in den Qualifikationswerfen zur Europameisterschaft ist entbrannt. Beim Seiteneinsteigerwerfen in Werdum hatten die Boßlerinnen und Boßler aus der Wesermarsch am Wochenende mit den vorderen Rängen zwar nichts zu tun. Dennoch liegen einige aussichtsreich im Rennen. Andere müssen sich im zweiten Werfen mit der Eisenkugel am Samstag 8, Juli, 11 Uhr, an gleicher Stelle noch steigern.
76 Teilnehmende
Die jeweils besten 15 Männer und Frauen lösen ein Ticket für die Qualifikationsrunde. 37 Frauen und 39 Männer hatten am Wochenende bei teils starkem Wind geworfen. Die Leistungsunterschiede waren zum Teil sehr groß.
In der Frauen-Klasse führt Monja Tjardes aus Spekendorf das Feld mit 1337 Metern nach zehn Würfen an. Auf Rang zwei folgt Antje Ubben (Stedesdorf, 1313 m), auf Rang drei Imke Hiljegerdes (Halsbek, 1278 m). Antje Wulff aus Mentzhausen liegt mit 1152 Metern auf Rang 17. Sie muss noch ein paar Meter gutmachen. Anika Runge aus Kreuzmoor-Bekhausen liegt mit 1042 Metern auf Rang 31.
Leistungsstarkes Trio
Bei den Männern führt ein leistungsstarkes Trio. Es gewann Tim Carstens (Neuwesteel, 1855 m). Zweiter wurde Marian Jahnke (Westeraccum, 1837 m), Dritter Mirco Guderle, (Ardorf, 1835 m).
Für Ben Sanders aus Reitland sieht es richtig gut aus. Er platzierte sich mit 1584 Metern auf Rang neun, ist damit derzeit bester Werfer aus der Wesermarsch und darf auf einen Platz im Qualifikationswerfen hoffen.
Gleiches gilt für Thomas Höpken aus Waddens. Er hat mit 1538 Metern den wichtigen Rang 15 inne. Kristoffer König aus Reitland befindet sich mit 1510 Metern auf Rang 18 in Schlagdistanz zu den Qualifikationsplätzen. Stefan Runge aus Kreuzmoor-Bekhausen war bei der jüngsten Europameisterschaft in beiden Feld-Disziplinen dabei. Er liegt mit 1460 Metern derzeit auf Rang 23 und muss sich steigern.
Ein verunglückter Anwurf über 28 Meter warf den erfahrenen Dirk Schomaker, aus Abbehausen zurück. Er liegt mit 1430 Metern auf Rang 26. Für Sven Büsing aus Mentzhausen lief mit 1339 Metern wenig zusammen. Er belegt Platz 34.
Italiener trainieren
Bemerkenswert: Mitglieder des italienischen Boßelverbands inspizierten die Strecke und nutzten den Besuch zu mehreren Trainingseinheiten. Unterstützt wurden sie vom Großheider Ralf Look. „Das sind im kommenden Jahr keine Mitläufer“, sagte Look. „Die haben im Team Aktive, die angreifen wollen. Sonst hätten sie die Tour nicht zum Spionieren auf sich genommen.“
