NWZ
berichtete) ist der Friesische Mehrkampf des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) am Wochenende reibungslos über die Bühne gegangen.Diese Meisterschaften werden auch als Olympische Spiele der Friesensportler bezeichnet, weil ob der fünf Disziplinen – Straßenboßeln mit Holz und Gummi, Weideboßeln, Schleuderballweitwurf und Klootschießen – große Vielseitigkeit gefragt ist, will man bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. In den 14 verschiedenen Altersklassen gingen fast 500 Aktive auf die Strecke. Für die Mannschaftswertungen (fünf von sechs Aktiven werden berücksichtigt) wurden einige Altersklassen zusammengefasst, so dass acht Kreismannschaftstitel zu vergeben waren.
Die Übermacht der Ostfriesen war dabei wie schon in den Vorjahren groß. Das zeigte sich vor allem in den Team-Kreiswertungen, in denen die Oldenburger nur bei der männlichen Jugend C/D durch den Kreisverband Butjadingen die Wanderplakette gewannen.
Zum neuen „König“ der Friesensportler wurde in der Hauptklasse Männer I indes Jens Stindt aus Rosenberg. Beim Boßeln im Ammerland im Verein BV Spohle (Kreisverband Waterkant) aktiv, legte der 36-Jährige in der ersten Disziplin mit der Holzkugel gleich die Bestleistung mit 206 Punkten vor. Sein Plus spielte er in Abwesenheit des Titelverteidigers und Klootschießer-Europameisters Frank Goldenstein aus Esens auch in den technisch schwierigeren Disziplinen aus.
Im Schleuderballpunktspielbetrieb beim BV Grünenkamp aktiv, erzielte Stindt mit 64,10 m die meisten Zähler. Auf das Siegerpodest sprang er beim Klootschießen mit dem Höchstwurf von 80,40 m und der Gesamtpunktzahl von 831,20 Zählern.
Zweiter wurde Carsten Biermann (Esens) mit 822,53 Punkten. Einziger Starter aus dem KV Friesische Wehde war Bernd-Georg Bohlken, der mit 767,23 Punkten Rang sieben belegte. Bei den Frauen holte sich Anke Klöpper aus Norden mit 620,13 Punkten die Goldmedaille. Erst auf Rang zehn folgte in Sandra Fuß (Grünenkamp/558,57 Punkte) eine Oldenburgerin.
Beim Nachwuchs in den Jugendklassen schlugen sich die Aktiven aus der Friesischen Wehde erfolgreicher. So gelang der Schweinebrückerin Fine Ferenz mit 479,97 Punkten der große Wurf. Mit sieben Zählern Vorsprung sicherte sie sich Gold. Den Grundstein zum Erfolg hatte sie mit den Bestleistungen im Straßenboßeln mit der Gummikugel gelegt, wo sie 146 und 128 m erzielte.
In der weiblichen B-Jugend gewann Vereinskameradin Lena Stulke (540,37) die Bronzemedaille, nur einen Punkt hinter dem Silberrang. Ihre Paradedisziplin war das Klootschießen (Höchstwurf 43,90 m). Während Gesa Wempen (Schweinebrück/407,50) in der weiblichen D-Jugend Fünfte wurde, holte sich der Grabsteder Daniel Hattermann (635,73) bei den A-Jugendlichen wie im Vorjahr die Silbermedaille.
In der B-Jugend schrammte Torben Lehmann (Grabstede/596,33) als Sechster nur knapp an den Medaillenrängen vorbei.
