Friesland - Überraschend schnell hat der Friesische Klootschießerverband (FKV) in der Corona-Krise seine Planungen für die Fortsetzung der Saison 2019/2020 vorangetrieben. So war ein Zwölf-Punkte-Katalog mit Hygiene- und Abstandsregeln erarbeitet worden, mit dem die Rahmenbedingungen für den Boßelspielbetrieb in Pandemie-Zeiten abgesteckt wurden. Zudem hatte der geschäftsführende Vorstand am Sonntag mitgeteilt, dass nach dem anvisierten Trainingsbeginn am 16./17. Mai bereits Ende dieses Monats der Punktspielbetrieb wieder fortgesetzt werden könne – die NWZ berichtete.

Für diesen Fall waren nachfolgend zwei Wettkampf-Wochenenden (23./24. Mai und 6./7. Juni) geplant. Den Abschluss der Spielzeit sollten die Mannschaftsmeisterschaften auf Landes- und Verbandsebene bis Ende Juni darstellen. Doch nur einen Tag nach der Veröffentlichung der Saisonplanung mussten die FKV-Verantwortlichen wieder zurückrudern. Grund war die Vorstellung des „Fünf-Stufen-Plans“ durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil hin zu einem neuen Alltag mit Corona.

Dieses Konzept sieht unter anderem zwar die Öffnung von Outdoor-Sportanlagen mit dauerhafter Sicherstellung der Abstandsregelung von zwei Metern für die Aktiven vor. Der Wettkampfsport ist aber weiterhin noch zurückgestellt. Auf der Homepage des FKV steht seit Dienstag daher die Mitteilung, dass die Planung für die Fortführung der Saison hinfällig ist.

Die Vorsitzenden der Klootschießer-Landesverbände Ostfriesland, Erwin Niehuisen, und Oldenburg, Helmut Riesner, hatten sich schon bei der Vorstellung der angedachten Terminplanung überrascht gezeigt. „Wir sollten die Füße still halten, solange von den Behörden nicht die Freigabe kommt“, betonte Riesner: „Die Gesundheit der Sportler geht vor. Im Landesverband wird bis dahin nicht spekuliert.“

Henning Busch
Henning Busch Redaktion Friesland (Lokalsport)