Friesland - In den vergangenen beiden Spielzeiten dominierten die Boßlerinnen aus Schweinebrück die Landesliga des Landesverbands Oldenburg. Doch in der am Sonntag beginnenden Saison 2018/2019 werden die Karten neu gemischt. Grund: Der Landesmeister steckt aktuell im Umbruch.
Es hat sich in Schweinebrück personell einiges getan. Leistungsträgerin Astrid Hinrichs aus Südbollenhagen legt eine Babypause ein. Petra Schonvogel ist in die Zweite gewechselt. Die 20-jährige Lena Assing, die bis vor einigen Jahren in Steinhausen aktiv war, ist neu im Team – ebenso wie die talentierte Luisa Röben, die aus der eigenen Jugend kommt. Die neue Mannschaftsführerin Mareike Runge schraubt die Erwartungen ans Team deshalb ein wenig herunter: „Die Mannschaft hat sich nochmals stark verjüngt. Wir sind froh, dass die beiden Neuen das Abenteuer Landesliga bestreiten wollen. Wir hoffen, dass wir eine konstante Saison werfen.“
Forscher Vizemeister
Vizemeister Halsbek will angreifen. Die Ammerländerinnen um Mannschaftsführerin Talea Hiljegerdes schicken eine leistungsstarke Mannschaft ins Titelrennen.
Reitland peilt einen Platz in der Finalrunde an. Das Team aus der Wesermarsch wird mit der Stammformation aus der Vorsaison an den Start gehen. Sprecherin Brigitte Sanders ist optimistisch: „Gerne würden wir auch mal wieder Landesmeister werden.“
Nach der Abmeldung der Landesliga der Altersklasse Frauen II geht Karin Ledebuhr in Kreuzmoor in die Hauptmannschaft zurück und ist dort in dieser Spielzeit auch Mannschaftsführerin: „Sandra Gerken ist vor kurzem Mutter geworden, bleibt aber im Team“, sagt sie. Daniela Bischoff nimmt eine Auszeit. „Ein guter Mittelfeldplatz ist das Ziel“, erläutert Karin Ledebuhr abschließend.
Bei den Spohlerinnen hat sich Janine Siemen aus dem Team zurückgezogen. Dafür kommt Jacqueline Fleckenstein in die Mannschaft. Die Ammerländerinnen sind nach dem Umbruch von vor zwei Jahren auf einem guten Weg, bestätigt Mannschaftsführerin Maja Möhlmann: „Mittlerweile klappt es ganz gut. Wir streben in diesem Jahr einen Platz im Mittelfeld an und wollen nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben.“
Jugend forscht
Das Ziel, die Klasse zu halten, haben mehrere Teams – aber sie verfolgen es nicht mit allen Mitteln. Schweewardens Mannschaftsführerin Silke Ahlhorn verdeutlicht die Club-Philosophie: „Wir bauen auf unsere Jugend und wollen diese mehr einbringen. Also gibt es keine Zugänge aus anderen Vereinen.“
Die Westerschepser Mannschaftsführerin Sandra Schedemann glaubt, dass ihr Team vor einer schweren Saison steht: Zwei Dauerverletzte sind ein Schlag ins Kontor. Der Aufsteiger Zetel-Osterende um Tanja Schmidt hat den Vorteil, dass er die Liga kennt. Allerdings geht’s für die Friesinnen wohl auch nur um den Klassenerhalt.
Die Bezirksliga verlief in der Vorsaison recht ausgeglichen. Absteiger ist Roggenmoor-Klauhörn. Als Neulinge sind die Mannschaften Grünenkamp und Schweinebrück II dabei. Weitere Teams aus Friesland sind Sandelermöns, Bredehorn und Grabstede.
Bei Sandelermöns fehlt Annika Schilling wegen eines Kreuzbandrisses. Zudem wird Mannschaftsführerin Andrea Fitze zum Winter eine Babypause nehmen. Neu dabei ist das Nachwuchstalent Marianne Lengen von Wiefels, sowie nach der Elternzeit Ina Caspers. Bei Grabstede setzt Tatjana Roßkamp auf die neu aufgestellte junge Mannschaft und peilt am Saisonende den Klassenerhalt an.
