FRIESLAND - FRIESLAND/SR - „Schiedsrichter haben es leichter als Spieler, Karriere zu machen“. Diese Feststellung kam vom Vorsitzenden des Fußballkreises Friesland, Heinz Lange, nachdem 20 von 22 Teilnehmer am Schluss eines neuen Anwärterlehrgangs für Schiedsrichter ihre Prüfung bestanden hatten. „Seit Jahrzehnten brauchen wir immer ganz dringend Nachwuchs; denn ältere Unparteiische möchten ausscheiden.“

So ist die Situation auch zurzeit, und mancher Verein muss finanzielle Abgaben leisten, weil er sein Soll nicht erfüllt. Trotz der beiden „Durchfaller“, die bald einen neuen Anlauf nehmen wollen, boten die Teilnehmer des Lehrgangs sehr gute Leistungen. Lob kam deshalb auch vom Prüfer Bernd Domurat (Wilhelmshaven), der Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses in Niedersachsen ist: „Hoffentlich nehmen viele künftig die Pfeife auch tatsächlich in den Mund“. Tatsächlich bleiben von den jungen Nachwuchskräften meistens nur einzelne dabei, weil viele selbst noch Fußball spielen.

Froh war auch Lehrgangsleiter Günter Neumann (Zetel) über das gute Ergebnis, zumal drei Teilnehmer fehlerfrei und neun mit jeweils nur einem Fehler bestanden. Die drei Besten waren Johannes Bock (TV Bockhorn), der zudem noch am schnellsten war, Heiko Neumann (FSV Jever) und Jens Blanke (TuS Varel).

Bestanden haben auch Zardest Akcay, Sirageldin Fakhro, Patrick Nordhoff, Melissa Warrings (alle FSV Jever), Markus Meyer, Nils Wagner (beide TuS Sillenstede), Bastian Buß, Annika Huesmann, Achim Rohde (alle SW Middelsfähr), Henning Röbke, Peter Labuda, Heike Echsler (alle TV Neuenburg), Lars Walter (BV Bockhorn), Philipp Teschke (TuS Dangastermoor), Malte Hafenstein, Tino Knitter, Martin Marx und Erhard Schipper, der sich vor drei Jahrzehnten schon einmal prüfen ließ und jetzt seine Kenntnisse auf den neuesten Stand brachte.

Am 5. Oktober beginnt schon ein neuer Lehrgang, zu dem die Vereine bislang 20 Teilnehmer meldeten.