FRIESLAND - Überraschung oder nur Ausdruck der Entwicklung von zwei Handballmannschaften? Während bei den Landesklassen-Handballern der SG Schortens bereits seit Wochen ein kontinuierlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen ist, schalteten die Spieler des TuS Cäciliengroden bereits vor Weihnachten mindestens einen Gang zurück und schafften es auch am ersten Rückrundenspieltag nicht, Fahrt aufzunehmen. Das Ergebnis dieser Entwicklung drückte sich im Ergebnis des Friesland-Duells aus: Die SG Schortens setzte sich verdient mit 27:20-Toren durch. Die angepeilte Revanche für die Hinspielniederlage gelang somit.

Zuvor hatten die Schortenser Verantwortlichen noch eine ernüchternde Halbzeitbilanz gezogen. „Wir hatten uns schon ein paar mehr Zähler auf der Habenseite ausgerechnet“, sagten die SG-Trainer Enno Bruhnken und Leo Gluszczynski. Angesichts der erzielten Ergebnisse (bis auf zwei Ausnahmen verloren die Schortenser auch die Spiele gegen die Spitzenteams nur recht knapp) herrscht für die Rückrunde in Schortens Zuversicht. „Immer wieder kam in den Begegnungen zum Ausdruck, dass unserer noch recht jungen und unerfahrenen Mannschaft in vielen spielentscheidenden Situationen die Nerven einen Streich spielten“, fügte Gluszczynski hinzu. Es fehlte bislang ein Spielgestalter. Beide SG-Trainer setzen auf die Rückkehr des fast genesenen Sebastian Garrelfs, der sowohl im Angriff als auch in der Deckung diese Rolle übernehmen kann.

TuS-Trainer Karl-Heinz Müller war von seinem erneut zu kleinen Kader enttäuscht. „Das Spiel in Aurich vor Weihnachten war schon schlimm. Die Partie in Schortens war noch eine Steigerung“, stellte er fest.

Zum Spielgeschehen: Sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer präsentierten sich die Gastgeber zum Rückrundenauftakt als kampfstarke Einheit, die durch den A-Jugendlichen Jan Bergmann verstärkt wurde. „Wir hätten uns bereits in der ersten Halbzeit absetzen können“, berichtete Leo Gluszczynski, „doch wir ließen einige Chancen ungenutzt“. Da die Schortenser die beiden sonstigen TuS-Haupttorschützen Stefan Budde und Thorben Buschmann fast vollständig ausschalten konnten und Torhüter Mario Peters (er hielt nicht nur drei Strafwürfe, sondern auch noch zahlreiche Würfe des Gegners) ein verlässlicher Rückhalt war, gingen beide Teams mit einem 11:11-Remis in die Pause. Nach Wiederbeginn dann die stärkste Phase der Schortenser, die sich innerhalb von fünf Minuten absetzen konnten. „Diesen Rückstand konnten die Müller-Schützlinge an diesem Tag nicht mehr wettmachen“, freute sich Coach Gluszczynski. Auch für Schortens Betreuer Klaus-Peter Hoppe lag in diesem Spielabschnitt der „Schlüssel zum

späteren Erfolg“ der SG Schortens.

SG Schortens: Mario Peters und Christoph Hoppe im Tor, Patrick Brodowski (n.e.), Christian Dirks, Sören Schmidt (6), Robert Nicolai (7), Florian Kaiser (3), Patrick Mischke, Zeno Krause, Stefan Klarmann (3), Kai Böttcher (1), Jan Bergmann (3) und Jan Eggers (4).

TuS Cäciliengroden: Marcus Schopp, Christian Mahler im Tor, Jesko Budde (1), Maik Stallmann (3), Thomas Frerichs, Tobias Schulz (7), Thorben Buschmann (3), Matthias Eiben (3/1), Stefan Budde (2), Erik Eilers, Michael Schöpgens (1).