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nordwest-zeitung

Sport in Niedersachsen Verbände erarbeiten Masterplan Inklusion

Friesland - Der Landessportbund (LSB) Niedersachsen, der Behinderten-Sportverband Niedersachsen (BSN), der Gehörlosen-Sportverband Niedersachsen und der Verbund Special Olympics Niedersachsen haben einen „Masterplan Inklusion im niedersächsischen Sport“ erarbeitet. Der 45. Landessporttag hat den Masterplan am 21. November 2020 beschlossen. Das teilte der LSB Niedersachsen jetzt mit.

Bis 2030 sollen sich Sportvereine, Landesfachverbände und Sportbünde so weiter entwickeln, dass Menschen mit Behinderung als Teilnehmende im Sportbetrieb, als Ehrenamtliche, Freiwillige oder als Hauptberufliche gleichberechtigt an den Leistungen des Sports partizipieren können.

Elf Handlungsfelder

Der Masterplan mit einem Volumen von mehr als zwei Millionen Euro setze den Inklusionsprozess im niedersächsischen Sport fort, den LSB und BSN 2013 eingeleitet und seitdem mit weiteren Landesfachverbänden fortgeschrieben hätten. Er enthalte 28 Ziele für elf Handlungsfelder: Verbandskultur, Angebote, Strukturen, Qualifikation, Barrierefreiheit, Kooperationen, Lobbyarbeit, Kommunikation, Service, Ressourcen und Wissenschaft.

Der Masterplan sei Ausdruck des gemeinsamen Willens und Anspruchs, selbstbestimmte, gleichberechtigte und gleichwertige Teilnahme und Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderungen im und durch Sport zu ermöglichen. Die Sportverbände und der LSB verstehen sich nach eigenen Angaben dabei als Akteure und Impulsgeber.

Alle eine die Überzeugung, dass die Sportorganisation ihre Verantwortung für Inklusion nach Außen nur wahrnehmen kann, wenn zugleich der Zusammenhalt im Innern erhalten bleibe. Das setze strukturelles gemeinsames Handeln voraus.

Versprechen einlösen

Die Haupterrungenschaft dieses Masterplans ist laut Landessportbund das Signal der Führungskräfte, strukturell zusammenarbeiten zu wollen. Er sei ein wichtiger Baustein, um das Versprechen „Sport für alle“ anzubieten, auch einzulösen, sagt der LSB-Vorstandsvorsitzende Reinhard Rawe. Für die Umsetzung will er nach eigenen Worten externe Förderer gewinnen.

Karl Finke, Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen sagte: „Die Beteiligung der Behindertensportverbände ist Ausdruck unserer gemeinsamen Überzeugung, dass wir die Expertise von Menschen mit Behinderung einbeziehen wollen, von Beginn an also auf Partizipation setzen. Wir setzen ein bundesweites Zeichen.“

Der Präsident des Gehörlosen-Sportverbandes Niedersachsen, Peter Fiebiger, meinte: „Wir sind stolz, dass wir an der Konzepterarbeitung mitgewirkt haben. Nun beginnt die Umsetzungsphase.“

Vera Neugebauer, Präsidentin von Special Olympics Niedersachsen, sagte: „Special Olympics Niedersachsen findet sich im Masterplan mit seinem Ansatz, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, wieder.“

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