Friesoythe - Als sich der Stadionsprecher nach dem 2:3 (1:2) Hansa Friesoythes in der Fußball-Landesliga vom Publikum mit besten Wünschen fürs Weihnachtsfest verabschiedete und auch noch einen „Guten Rutsch“ ins Jahr 2019 wünschte, war dies keineswegs ironisch gemeint. Denn Hansa steht nun vor sechs (!) Auswärtsspielen in Folge und wird erst am 10. März laut Plan das nächste Heimspiel dann gegen Kickers Emden bestreiten.
Spielverlegungen zu Saisonbeginn sind dafür verantwortlich, dass der Tabellenzwölfte zum Reisemeister der Liga wird. Umso wichtiger wäre ein Erfolg gegen den Bevern-Bezwinger SV Holthauen-Biene gewesen. Aber sogar der am Ende hochverdient gewesene Punktgewinn blieb dem Gastgeber verwehrt.
So hatte sich Hansa in der zweiten Halbzeit viel besser auf den Gegner eingestellt, besaß reichlich Möglichkeiten, den 1:2-Rückstand zu drehen. So kamen Robert Plichta (49.) und Thomas Mennicke (58.), der viel Druck über die rechte Bahn ausübte, später Miguel Garcia Platz machte und in die Angriffszentrale wechselte, den berühmten Schritt zu spät.
Friesoythe gab nicht auf und wurde in der 85. Minute belohnt. Mennicke flankte, Torwart Florian Hillebrand kam zu spät, und Plichta köpfte den Ball abgefälscht vom Torwart zum 2:2 ins Netz. Dabei hätte es gerechterweise bleiben sollen. War es der Jubel über den späten Ausgleich? Nur eine Minute später passten die Hausherren nicht auf, Holthausen-Biene setzte zum letzten Stich per Konter an. Carsten Hackstette im Tor versuchte, gegen den durchstartenden Patrick Humbert zu retten, es kam zum Zusammenprall, bei dem sich Hackstette eine Kopfwunde zuzog und nach einer Behandlungspause dem Foulelfmeterschützen gegenüber sah. Das 2:3 durch David Elfert konnte er nicht verhindern, auf der Gegenseite Plichta die Niederlage auch nicht. Kurz vor dem Abpfiff wurde er freigespielt, schloss so hastig ab, dass der Keeper locker entschärfen konnte.
„Zumindest unsere Leistung nach der Pause hat gestimmt – das Ergebnis nicht“, sagte Hansa-Trainer Hammad El-Arab nach einem Spiel, das in der ersten Halbzeit wenig unterhaltsam war. Der Gast nutzte zwei Abwehrschnitzer, die Humbert (21.) und Robert Bartling, der nach einem Freistoß das Chaos in der Hansa-Abwehr nutzte (27.), bestraften. Andre Thobens 1:2 (30.) nährte die Hoffnung auf ein Remis, das nicht zustande kam . . .
Tore: 0:1 Humbert (21.), 0:2 Bartling (27.), 1:2 Thoben (30.), 2:2 Plichta (85.), 2:3 Elfert (87., Foulelfmeter).
Hansa: Hackstette - Thoben, Thomes, Diekmann, Siderkiewicz, Moussa (66. Garcia), Canizalez, Mennicke, Syuleyman (75. Hofmann), Plichta, Jaedtke (86. Höhne).
Sr.: Hinners (Vechta).
