Friesoythe/Thüle/Molbergen/Altenoythe - Derby-Wochenende: Bereits am Samstag knistert es in der Fußball-Bezirksliga. Um 14 Uhr wird das Heimspiel des Spitzenreiters Hansa Friesoythe gegen den SV Thüle angepfiffen. Hansas Rivale SV Altenoythe muss am Sonntag ran. Die Hohefelder werden beim SV Molbergen vorstellig. Gespielt wird um 14 Uhr.

Hansa Friesoythe - SV Thüle. Das Hinspiel zum Saisonstart endete vor gut 800 Zuschauern 1:1. Auch wenn Neuzugang Mariyan Ognyanov in der Nachspielzeit mit der letzten Aktion Hansa den Punkt rettete, wusste noch niemand, dass nach diesem Stadtduell beide Teams zu ernsten Titelanwärtern heranreifen.

Beim Landesliga-Absteiger und am meisten vorgewetteten Team aus Friesoythe schon eher, aber Thüle sei, wie Hansa-Trainer Hammad El-Arab betonte, auch ein Spitzenteam der Liga, mit sehr guten Spielern bestückt, die teilweise wie Fabian Höhne in der Hansa-Nachwuchsabteilung ihre Karriere begonnen haben. Thüle habe sich unter anderem mit dem erfahrenen Björn Bullermann, mit Tobias Vossmann und dem zurzeit verletzten Steven Sieling, an dem auch Hansa Interesse hatte, sehr verstärkt

„In Thüle steckt viel Qualität, deshalb müssen wir aufpassen nicht nur wegen des Derbycharakters. Schließlich will Thüle den Anschluss zu uns nicht verlieren“, sagt El-Arab. Bei einem Sieg des Spitzenreiters wären schon zehn Punkte aufzuholen. Hansa wird neben den Dauerverletzten auf Torjäger Ognyanov verzichten müssen, der sich beim 7:1 gegen Lüsche erneut verletzte, außerdem sind Ruben Cano (Zerrung) und Jens Meyer (krank) fraglich.

SV Molbergen - SV Altenoythe. Die Trainer des SV Molbergen, Julian Lammers und Leo Baal, erwarten eine Leistungssteigerung von ihrer Elf. Bei der jüngsten 1:3-Heimpleite gegen GW Brockdorf habe es nämlich daran gelegen, dass die Spieler keine Einstellung zum Spiel gefunden haben, meinte Lammers. „Ich erwarte, dass die Mannschaft diesmal ein anderes Gesicht zeigt“, so Lammers. Die 1:2-Hinspielniederlage in Altenoythe sei ärgerlich gewesen. „Ich hoffe, dass die Jungs den Ärger über diese Niederlage in positive Energie umwandeln können.“ Gegen den SVA fehlt unter anderem Simon Klinker (Knieverletzung). Lammers geht davon aus, dass Klinker erst im neuen Jahr wieder angreifen kann. Vor dem Gegner aus Altenoythe ist der Respekt groß. „Der SVA bringt immer eine kampfstarke Truppe auf den Platz, deshalb müssen wir es hinbekommen, dass wir die entscheidenden Zweikämpfe gewinnen“, sagt Lammers.

In Altenoythe sind sich die Verantwortlichen der Schwere der Aufgabe bewusst, die am Sonntag auf sie wartet. „Molbergen ist für einen Aufsteiger gut besetzt. Das war schon im Hinspiel verdammt schwer gewesen und wird auch diesmal wieder eine ganz enge Kiste werden“, glaubt Altenoythes Trainer Christian Thölking.

Die gezeigte Leistung seiner Elf beim 2:1-Sieg in Oythe sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, freut sich Thölking. In Molbergen kann er aber nicht auf seinen Defensivspieler Niclas Baumeister zurückgreifen. Er kassierte gegen Oythes Reserve einen Platzverweis und fehlt somit gesperrt.

Mit Damian Cuper fällt ein zweiter Abwehrspieler aus. Hinter dem Einsatz von Offensivmann Arthur Lazowski steht laut Altenoythes Trainer ein Fragezeichen.

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)