FRIESOYTHE - Wäre es doch um viel Geld gegangen. Glücksspiel. Hoher Wetteinsatz, noch höheres Risiko. Wäre es nicht nur um die Ehre des besten NWZ-WM-Tippers gegangen, könnte sich Hans Werner nun zur Ruhe setzen. Könnte. Der Leiter der St.-Martin-Schule in Bösel kann es vermutlich nicht. Zumindest nicht, wenn er nur bei der NWZ-Mini-Serie Mein WM-Tipp richtig lag. Die Vorrundenbegegnung Brasilien gegen Elfenbeinküste tippte Hans Werner richtig. Sein Tipp: 3:1. Im Nachhinein klingt auch seine Begründung ganz gut: Die Disziplin der Mannschaft und die spielerischen Überraschungsmomente werden für ständige Gefahr sorgen.
Ansonsten liest sich die Bilanz der Promi-Tipper noch viel schlechter als etwa der Auftritt der Engländer bei dieser WM. Denn nur Werner hatte den richtigen Riecher. Alle übrigen 24 Ergebnistipper lagen daneben. Nur acht Tendenzen waren richtig.
Noch etwas mehr Statistik : 18 Männer und acht Frauen haben sich in der Einschätzung des richtigen Ergebnisses versucht. Jeder Tipper hat an einem Spieltag ein Spiel getippt. Achtmal wurde das Ergebnis 3:1 getippt, sechsmal das sonst so beliebte 2:1. Doch die Spiele gingen anders aus. Zugegeben: Mancher der Befragten sagte sofort, sich nicht in der Fußball-Welt auszukennen. Zu Beginn des Turniers waren sich viele sicher: Brasilien wird sich seinen sechsten Stern holen. Ähnlich sahen es auch die NWZ-Tipper. Brasilien wurde als Weltmeister 2010 am häufigsten genannt. Deutschland nur einmal.
Und Petra Kolberg von der Volkshochschule Friesoythe, die Erste in der Runde der Tipper, hatte vor Beginn des Eröffnungsspiels am 11. Juni einen guten Riecher. Sie tippte damals: Die Niederlande werden Weltmeister. Ins Finale schafften sie es ja immerhin.
Die Verwaltungschefs im Nordkreis wurden vor dem Halbfinal-Spiel der Deutschen befragt. In der Tendenz-Einschätzung lagen sie alle daneben. Nur zwei nämlich Hubert Frye (Saterland) und Johann Wimberg (Friesoythe) gaben überhaupt einen Tipp mit konkretem Ergebnis ab.
Völlig ab von jeder Vorhersage war das Ergebnis der Tischfußball spielenden Schüler der Haupt- und Realschule in Bösel. Hätte der Kampf am Kickertisch tatsächlich Prognose-Kraft besessen, wäre Ottmar Hitzfeld mehr als nur ein Nationalheld. Im Finale des Schüler-WM-Turniers besiegte die Schweiz Kamerun. Aber ein 11:9 klingt nun gar nicht nach Fußball-Ergebnis
