Jever/Neuenburg - Zwei Siege, eine Niederlage - so lautet die Bilanz des Wochenendes für das friesländische Handball-Trio in der Landesliga.

Männer: HSG Neuenburg/Bockhorn - HSG Barnstorf-Diepholz II 35:31. Die Hausherren schickten sich, Trainer Bernd Frosch und ihre Anhänger in eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ehe am Ende der zweite Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht war. Während die Neuenburger im Angriff eine starke Partie geboten hatten, offenbarte die Abwehr diesmal viele Lücken. Erst in der Schlussphase stabilisierte sich die Deckung, so dass die Gastgeber am Ende auch nicht mehr in Bedrängnis kamen und ihre Angriffe gekonnt ausspielen konnten.

Weil Tobias Kache, Florian Prill, Ronny Semler und Willem Lübkemann verletzt fehlten, war Steffen Silk erneut reaktiviert worden und stieß Nachwuchstorwart Hannes Lübkemann zum Team. Angeführt von einem treffsicheren Rückraum – Bernd-Georg Bohlken und Kevin Langer trafen vor der Pause zusammen elfmal – setzten sich die Süd-Friesländer auf 13:8 ab, ehe Barnstorf zum Seitenwechsel wieder auf 17:19 herankam.

Nach Wiederbeginn wurde es trotz der unbeschwerten Auftritte der A-Jugendlichen Daniel Köhler (2 Tore) und Henning Wuttke (5) noch einmal eng. So drohte die Partie mehrmals bei ausgeglichenen Spielständen zu kippen (24:24, 25:25, 28:28), ehe die Hausherren den Sack mit dem 32:29 endgültig zumachten. „Es gibt noch viel zu tun“, bilanzierte Frosch.

Frauen: BW Lohne - HG Jever/Schortens 23:24. Den fünften Sieg im fünften Spiel musste sich das Team von HG-Trainer Markus Dröge hart erarbeiten, zumal die Schiedsrichter die Siebenmeter (2 HG – 10 BW) und Zeitstrafen (4 HG – 1 BW) recht einseitig verteilten. „Dabei haben wir gar nicht unfair gespielt“, ärgerte sich HG-Betreuerin Birgit Graalfs über diese Benachteiligung.

Doch angeführt von der bärenstarken Malinka Muschick (9/2), lagen die Gäste nach der Pause (12:13) zweimal mit drei Toren in Front. Nach dem 22:19 (54.) wurde es allerdings noch einmal eng, auch weil die HG die letzten zwei Minuten in Unterzahl agieren musste. Lohne erzielte per Strafwurf das 23:23, dann erzielte Lisa Speckmann in Unterzahl den vielumjubelten Siegtreffer. Graalfs: „Solche Spiele sind eigentlich vier Punkte wert und wichtig für die Psyche der Spielerinnen.“

Frisia Goldenstedt - HSG Neuenburg/Bockhorn 40:16. Die junge Mannschaft von HSG-Coach Maik Radig erlebte im Kellerduell beim bis dahin ebenfalls punktlosen Team von Frisia Goldenstedt ihr nächstes Waterloo und rutschte hinter den Gastgeberinnen auf den letzten Tabellenplatz ab.

Zwar zeigten die Gäste, die sich viel vorgenommen hatten, teilweise durchaus gute Ansätze, wirkten aber phasenweise übermotiviert und produzierten immer wieder leichte Fehler. Diese nutzten die Gastgeberinnen allein zu 16 Toren nach Tempogegenstößen. Derweil fehlte bei den Süd-Friesländerinnen auch die Durchschlagskraft im Angriff. So resultierten aus 46 Wurfversuchen nur 16 Tore. „Das ist eindeutig zu wenig“, sagte Radig, betonte jedoch: „Wir werden aber keine der jungen Spielerinnen unnötig unter Druck setzen.“