Jever - Erst im April hatte Carsten Junk seine Tätigkeit als Geschäftsführer beim FSV Jever aufgenommen. Nach knapp zwei Monaten ist jetzt schon wieder Schluss. Junk legt sein Amt nieder. Sein Vorgänger, Oliver de Neidels, hat sich bereit erklärt, das Geschäfte kommissarisch weiterzuführen.

Für seinen plötzlichen Rückzug liefert Junk einen Hauptgrund: Zusagen, die ihm in Verbindung mit seiner Arbeit gegeben wurden, seien nicht eingehalten worden. „Ich hatte eine klare Vorstellung darüber, wie ich das Amt ausfüllen wollte. Zum Beispiel wollte ich mich federführend um das Sponsoring im gesamten Verein kümmern“, sagt Junk. Dazu habe für ihn gezählt, Partnerschaften mit neuen Sponsoren aufzubauen und die bestehenden zu pflegen. „Ich habe diesen Wunsch schriftlich an alle im Verein weitergegeben. Alle waren begeistert. Leider bin ich dann doch ziemlich schnell auf Widerstände gestoßen“, beschreibt Junk.

Die Situation habe sich am Ende so entwickelt, dass er gebeten wurde, sich vorerst lediglich um die Bandenwerbung zu kümmern. „Und das kam für mich nicht in Frage. Ich wollte den Job voll ausfüllen und nicht nur meinen Namen hergeben“, begründet Junk seinen Rückzug.

„Carsten Junk hat sich entschieden, das Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Begeistert bin ich nicht davon, weil wir ja Anfang Juli auch unser großes Turnier haben. Die Arbeit bleibt nun an anderen hängen. Oliver de Neidels hat sich bereit erklärt, das Amt kommissarisch zu führen, aber nun müssen wir einen neuen Kandidaten finden und eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen“, sagt der Vereinsvorsitzende, Malte Hafenstein.

Dennis Sandhorst
Dennis Sandhorst Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung