Berne - Die Kooperation von Sportvereinen mit Schulen in der Wesermarsch ist nach schleppendem Beginn in Gang gekommen. Die Zusammenarbeit mit mittlerweile 17 Schulen bezeichnet Wilfried Fugel, Vorsitzender des Kreissportbundes (KSB), als „große Chance, im Zeitalter der knapp bemessenen Freizeit die Schüler für den Sport und damit für die Sportvereine zu gewinnen“.
Mehr Übungsleiter nötig
Es könnten noch mehr Schulen teilnehmen, sagt Wilfried Fugel, wenn es gelingen würde, noch mehr lizenzierte Übungsleiter auszubilden. Laut Wilfried Fugel gibt es zurzeit 377 ausgebildete Übungsleiter; diese würden aber zu großen Teilen nicht zu den gewünschten Zeiten in den Schulen verfügbar seien. Auf diesen Mangel, sagt der Vorsitzende dem im Vereinsheim des Stedinger TV in Berne tagenden KSB-Hauptausschuss, habe der Kreissportbund reagiert – mit dem Modellversuch mit dem Gymnasium Brake, im Seminarfach Sport die Übungsleiterausbildung zu absolvieren (die NWZ berichtete). Außerdem seien die Übungsleiterzuschüsse an die Vereine erhöht worden.
Den Mitgliederrückgang um 650 (oder 1,7 Prozent) gegenüber dem Jahr 2013 führt der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer Peter Büsching-Czerny auf den Austritt von drei Vereinen und den demografischen Wandel zurück. Neu hinzugekommen ist 2014 der SV Kleinensiel. Die mitgliederstärksten Vereine sind der SV Nordenham (3236) und der SV Brake (2634), die kleinsten Vereine der Hockeyclub Butjadingen (7) und der Deutsche Verein Morbus Bechterew Nordenham (9).
Die Turner sind unter den insgesamt 36 490 KSB-Mitgliedern mit 15 821 die weitaus größte Gruppe, gefolgt von Fußball (4568), Pferdesport (2161) und Klootschießen/Boßeln (2118). Randsportarten sind in der Wesermarsch Hockey (7), Ju Jutsu (12) und Kickboxen (15).
Zwölf Fachverbände
An dem Treffen in Berne nehmen auch die dem KSB angehörigen Fachverbände ein. In den Berichten der Vertreter der Fachverbände Leichtathletik, Rettungsschwimmen, Kanu, Tennis, Fußball, Volleyball, Klootschießen/Boßeln, Turnen, Basketball, Segeln und Schwimmen spielen die rückläufigen Mitglieder- und Aktivenzahlen ebenfalls eine Rolle. Einige Verbände begegnen dieser Entwicklung mit kreisübergreifenden Kooperationen, um genügend Mannschaften im Wettkampfbetrieb zu haben.
Die Vorsitzende des Stedinger TV Annika Ulbrich stellt den insgesamt 25 Versammlungsteilnehmern ihren Verein vor. Dessen Stolz ist die Showturngruppe, die, wie berichtet, in diesem Jahr an der Weltgymnastrada in Helsinki teilnehmen wird.
