Landkreis - Zwei Spieltage vor Saisonende sind in der 1. Fußball-Kreisklasse bereits die ersten Entscheidungen gefallen. Durch die Niederlage vom KSV Hicretspor beim VfL Stenum III am Sonntagvormittag stand Tabellenführer FC Huntlosen bereits vor der Partie beim TuS Hasbergen als Aufsteiger fest und hat damit die sofortige Rückkehr in die Kreisliga geschafft. Auch die Abstiegsfrage ist geklärt: Der VfL Stenum IV erreichte zwar gegen Jahn Delmenhorst II ein Remis, was aber für den Klassenerhalt nicht mehr genügte.
TV Falkenburg - TV Munderloh II 6:1 (3:1). Durch diesen klaren Erfolg darf die Mannschaft von Trainer Udo Franzen weiter auf den Aufstieg in die Kreisliga hoffen. „Der Sieg geht in Ordnung, obwohl wir uns in den ersten Minuten etwas schwergetan haben. Selbst eine Munderloher Führung lag im Bereich des Möglichen. Wir haben aber unsere Hausaufgaben gemacht“, meinte Franzen. Es dauerte eine Zeit lang, ehe seine Spieler den Weg zum Tor gefunden hatten. Den Anfang machte Jarne Düßmann nach gut 20 Minuten, ehe die gut mitspielenden Gäste nur vier Minuten später ausglichen. Doch zwei Treffer von Falkenburgs Nils-Sören Wendlandt sorgten noch vor der Halbzeitpause für eine gewisse Vorentscheidung, die derselbe Spieler zwei Minuten nach Wiederanpfiff durch sein drittes Tor zementierte. Damit waren die Rollen klar verteilt. Die Platzherren ließen nun nichts mehr anbrennen und trafen noch zweimal. „Wir haben etwas zu hoch gewonnen“, gab Franzen nach dem Schlusspfiff zu und zollte damit der guten Leistung des Gegners Respekt. Tore: 1:0 Jarne Düßmann (21.), 1:1 Elias Kimme (25.), 2:1/3:1/4:1 Nils-Sören Wendlandt (27., 25., 35.), 5:1 Christian Fitzgibbon (49.), 6:1 Dominique Streif (90.)
VfL Stenum IV - TV Jahn Delmenhorst 2:2 (1:0). Nach diesem Remis steht der VfL Stenum IV als Absteiger fest. Als solcher spielte er allerdings gegen die Delmenhorster nicht, sondern zeigte eine gute Leistung, mit der sogar ein Erfolg möglich gewesen wäre. In der ersten Halbzeit hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, nutzten aber ihre Möglichkeiten nicht. Als der Pausenpfiff schon nahte, gelang Tim-Hannes-Max Lehnau der Führungstreffer für die Stenumer. Nach einem genauen Zuspiel von Tim Krawczyk besorgte Kevin Gashi in der zweiten Halbzeit den Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihr Wechselkontingent bereits ausgeschöpft, worunter sich auch Torhüter Markus Jacobs befand. „Das hatte aber nichts mit Leistung zu tun, sondern war vor Spielbeginn so abgesprochen“, erklärte Jahn-Trainer Frank Oehlmann. Die Platzherren wollten noch einmal eine gute Leistung zeigen, was ihnen auch gelang. Fast hätten sie das Führungstor durch Rene Bausen auch über die Zeit gebracht. Doch in der 87. Minute glich Tim Krawczyk nach einem großartigen Sololauf für die Gäste aus. Tore: 1:0 Tim-Hannes-Max Lehnau (45.+1), 1:1 Kevin Gashi (58.), 2:1 Rene Bausen (60.), 2:2 Tim Krawczyk (87.)
VfL Stenum III - KSV Hicretspor Delmenhorst 6:1 (3:0). Auf ein Minimum reduzierten sich die Aufstiegshoffnungen der Delmenhorster nach dieser deutlichen Niederlage in Stenum. „Da müssen wir bei keinem anderen als bei uns die Schuld suchen“, fand KSV-Trainer Timur Cakmak deutliche Worte. Dass seine Mannschaft am Vortag der Begegnung bei der Hochzeitsfeier ihres Mannschaftskameraden Murat Aruk weilte, sah der Trainer nicht als Manko an, da sich die Spieler zurückgenommen hätten. Entsprechend kam Hicretspor gut ins Spiel und besaß auch Chancen. Als eigene Tore aber ausblieben und stattdessen die Platzherren in Führung gingen, war ab diesem Zeitpunkt scheinbar der Stecker bei den Gästen gezogen. „Meiner Mannschaft gelang in der Folge nichts mehr, während die Stenumer munter drauflos spielten und den Sieg auch in der Höhe perfekt machten“, musste Cakmak feststellen. „Wir haben noch eine Minichance. Dazu müssen wir unbedingt am kommenden Mittwoch gegen Falkenburg und auch die beiden letzten Partien gewinnen“, rechnete er vor. Tore: 1:0 Dennis Metzing (30.), 2:0/3:0 Alexander Ruge (38., 40.), 4:0 Lucas Weigelt (59.), 5:0 Neel Baake (72.), 6:0 Jushua Gielnik, 6:1 Kadir Aruk (89.)
TuS Hasbergen - FC Huntlosen 0:2 (0:1). Während Huntlosen bereits vor der Begegnung als Aufsteiger feststand, sah die Gemütslage bei den Platzherren ganz anders aus. „Nun ist es auch rechnerisch amtlich, dass wir in dieser Saison nicht mehr aufsteigen können“, stellte Hasbergens Trainer Niklas Goly nüchtern fest. In einem insgesamt recht guten Spiel waren die Gäste, die nach einer Ampelkarte gegen Lucas Fuchs (42.) fast 50 Minuten in Unterzahl spielen musste, einfach cleverer und nutzten ihre Möglichkeiten. Kurz vor dem Platzverweis hatte der Tabellenführer durch Stefan Merz den Führungstreffer erzielt. Etwas verwundert zeigte sich Huntlosens Trainer Georg Zimmermann über den Schiedsrichter, der bei seiner Mannschaft in den ersten Minuten einige Gelbe Karten verteilte, die seiner Meinung nach ziemlich überzogen waren. Nach einem weiteren Foulspiel von Fuchs sah dieser dann folgerichtig die Ampelkarte.
„Wir haben aus unserer personellen Überlegenheit leider nichts gemacht“, musste Hasbergens Coach feststellen. Die Gäste spulten ihr Programm in der zweiten Halbzeit souverän herunter und erhöhten nach knapp einer Stunde durch Dennis Jielg, der ein Zuspiel mit der Brust annahm und den Ball anschließend platziert in die Ecke schoss. Eine „völlig unnötige Rote Karte“, wie es Hasbergens Coach Goly bewertete, gegen Sebastian Kowalski sorgte in der Schlussminute aus Hasberger Sicht für einen unrühmlichen Höhepunkt der Begegnung. „Unser Etappenziel Nummer eins haben wir erreicht“, freute sich FC-Trainer Zimmermann schon jetzt auf die neue Kreisliga-Saison. „Für das zweite Ziel müssen wir noch warten“, ergänzte er. Die Meisterschaft kann sein Team spätestens am Freitag mit einem Sieg beim TV Munderloh II perfekt. Theoretisch wäre dies aber auch schon an diesem Dienstag möglich, sollte der VfL Wildeshausen III beim TSV Großenkneten II verlieren. Tore: 0:1 Stefan Merz (40.), 0:2 Dennis Jielg (56.).
