Landkreis - Durch ein Remis beim Tabellenzweiter KSV Hicretspor Delmenhorst festigte Tabellenführer FC Huntlosen seine Spitzenposition in der 1. Fußball-Kreisklasse. Bei acht Punkten Vorsprung auf die Verfolger kann das Team von Trainer Georg Zimmermann mit einem satten Vorsprung in die Winterpause gehen. Allerdings haben die nachfolgenden Teams noch Spiele nachzuholen und könnten den Abstand verkürzen. Kleinenkneten ließ den Kontakt durch eine Niederlage beim TSV Großenkneten II abreißen.
TSV Großenkneten II - GW Kleinenkneten 3:0 (2:0). Im vierten Spiel nach seiner Amtsübernahme als Trainer der zweiten Mannschaft vom TSV Großenkneten gelang Ilja Beljaew der erste Sieg. Dieser fiel gegen die Grün-Weißen sehr überzeugend aus, denn besonders in der ersten Halbzeit waren die Platzherren dominant und hätten nach Aussage von Beljaew schon vier oder auch fünf Treffer erzielen können. Der TSV-Trainer hatte im Gegensatz zu den bisherigen Begegnungen eine Viererkette aufgeboten, was sich positiv auswirkte. Im Laufe der zweiten Halbzeit hielt die Überlegenheit zunächst weiter an, wobei sich später leichte Ermüdungserscheinungen bei den Großenknetern einstellten, was sich besonders auf die Chancenverwertung auswirkte. „Die Fitness meiner Mannschaft ist noch nicht so, wie sie sein sollte“, merkte Großenknetens Coach an. Trotzdem gelang noch ein weiterer Treffer in der Schlussphase durch Christopher von Behren, der sich damit ein passendes Geburtstagsgeschenk machte und das Endergebnis herstellte. Tore: 1:0 Quoc Hung Vuong (12.), 2:0 Jannis Lueken (36.), 3:0 Christopher von Behren (84.)
VfL Stenum IV - TV Munderloh II 1:2 (0:0). Nach einer eher langweiligen ersten Halbzeit, in der die Platzherren leichte Feldvorteile besaßen, entwickelte sich nach der Halbzeitpause eine interessante Begegnung, die teilweise hektisch verlief, was unter anderem zwei Platzverweise widerspiegelten. Nach gut einer Stunde Spielzeit gelang den Gästen durch Tobias Kreye der Führungstreffer. Nur wenig später sah sein Mitspieler Dennis Bruns wegen einer Notbremse von Schiedsrichter David Gäbe die Rote Karte. Doch in der anschließenden hektischen Phase wurde wenig später die Gleichzahl wieder hergestellt, als Stenums Christian Kristritz die Ampelkarte sah. Nach einer Drangperiode der Platzherren fiel wenig später der verdiente Ausgleich. Stenums Trainer Timo Kläner haderte in der Schlussphase mit einer Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten der Gäste, die einen Handelfmeter zugesprochen bekamen und diesen zum Sieg verwandelten. „Mein Abwehrspieler hat sich den Ball selbst an die Hand geschossen. Das ist eigentlich kein Elfmeter“, bemerkte Kläner. „Der Arm war aber sehr weit vom Körper abgestreckt und deshalb berechtigt“, meinte hingegen Munderlohs Trainer Fabian Mählmann. Tore: 0:1 Tobias Kreye (63.), 1:1 Christoph Lorenz (76.), 1:2 Elias Kimme (82./HE)
KSV Hicretspor Delmenhorst - FC Huntlosen 2:2 (1:1). Auf Distanz hielt Tabellenführer Huntlosen den Tabellenzweiten und ersten Verfolger Hicretspor. Auf dem kaum bespielbaren Platz hatten zuvor die Oberliga-Fußballer vom SV Atlas Delmenhorst trainiert und diesen entsprechend „hergerichtet“. Auf dem tiefen und schlammigen Boden entwickelte sich ein reines Kampfspiel, auf dem die quirligen Spieler der Platzherren zunächst besser ins Spiel kamen und bereits in der achten Minute durch Ali Aluclu in Führung gingen. Danach stellten sich die Huntloser besser auf die Verhältnisse ein, mussten aber lange warten, ehe der verdiente Ausgleich gelang, als Lukas Bünz von Stefan Merz mustergültig bedient wurde und den Ball ins Tor drosch. Auch im zweiten Abschnitt waren die Delmenhorster zunächst wacher und gingen durch den zweiten Treffer von Aluclu erneut in Führung, als dieser mit einem wunderschönen Freistoß traf. Doch das Team von Trainer Georg Zimmermann gab noch lange nicht auf und wurde wieder stärker. In der Schlussminute gelang dem eingewechselten Ben Meyer der umjubelte Ausgleich. Zufrieden mit dem Punktgewinn zeigte sich Huntlosens Trainer Zimmermann: „Wichtig war nicht, dass wir einen Punkt gewonnen haben, sondern dass wir dem Tabellenzweiten zwei Punkte weggenommen haben.“ Tore: 1:0 Ali Aluclu (8.), 1:1 Lukas Bünz (43.), 2:1 Aluclu (59.), 2:2 Ben Meyer (90.)
VfL Stenum III - TSV Ippener 5:2 (1:1). „Wäre der Weg vom Platz in die Kabine nicht so weit gewesen, hätte ich eine wesentlich andere Halbzeitansprache gehalten“, bemerkte Stenums Trainer Hergen Kaatz nach dem sehr schwachen Auftritt seiner Mannschaft im ersten Abschnitt. So versuchte er es mit „Zuckerbrot“ und nicht mit der Peitsche. Das machte sich nach Wiederanpfiff zunächst nicht bemerkbar, denn die Gäste gingen unmittelbar danach in Führung. Doch die Ansprache zeigte danach wohl doch ihre Wirkung, denn innerhalb von sieben Minuten trafen die Platzherren viermal und lenkten das Spiel aus ihrer Sicht in die richtige Richtung. Nun war auch der letzte Widerstand der Gäste gebrochen, die nicht mehr in der Lage waren, an der Niederlage noch etwas zu ändern. „Wir können zwar zunächst einmal etwas aufatmen, obwohl wir den Blick nach unten nicht verlieren dürfen, da einige Teams unter uns noch einige Begegnungen nachzuholen haben“, stellte Stenums Trainer fest. Tore: 1:0 Joshua Gielnik (23.), 1:1 Matthis Riefert (33.), 1:2 Kevin Meyer (47.), 2:2 Gerrit Schröder (52.), 3:2 Marten Kämena (54.), 4:2 Gielnik (56.), 5:2 Schröder (58.)
VfL Wildeshausen III - TV Jahn Delmenhorst II 7:3 (4:2). Unverhofft gab es für die Platzherren kurz vor dem Anpfiff noch eine Verstärkung. Wildeshausens Ole Lehmkuhl, der zum Kader der Bezirksligamannschaft des VfL gehört, wurde dort nicht eingesetzt und konnte für das Kreisklassenteam auflaufen. Er war es auch, der nach einem guten Start der Platzherren für den zweiten Treffer sorgte, nachdem vorher bereits die Führung gelungen war. Nach dem dritten Wildeshauser Treffer sorgte ein Fehlpass der Platzherren dafür, dass die Delmenhorster verkürzen konnten. Doch das war im ersten Abschnitt noch nicht alles, denn nach dem vierten VfL-Tor trafen die Gäste erneut. In der zweiten Halbzeit taten sich die Platzherren auf dem Kunstrasen schwer, in den richtigen Spielfluss zu kommen. Erneut wechselten sich die Mannschaften in diesem torreichen Duell im Tore schießen ab, ehe Henning Nitzsche mit zwei Toren in der Schlussphase den verdienten Sieg sicherstellte. Den größten Anteil am VfL-Sieg hatte indes der vierfache Torschütze Marcel Hesselmann. Tore: 1:0/2:0 Marcel Hesselmann (16./23.), 3:0 Ole Lehmkuhl (24.), 3:1 Mohammad Atefi (32.), 4:1 Hesselmann (35.), 4:2 Patrick Leu (44.), 5:2 Hesselmann (61.), 5:3 Atefi (65.), 6:3/7:3 Henning Nitzsche (80./86.)
