Holtriem - Ein 4:1-Sieg sollte den Trainer der Siegermannschaft eigentlich zufriedenstellen. Doch Mario Friedrichs, Coach des Ostfrieslandligisten TuS Holtriem, war es nach eben jenem Ergebnis gegen den Tabellenletzten SV Concordia Suurhusen nicht. „Klar, das Ergebnis und die drei Punkte passen“, sagte er nach dem Spiel am Samstagabend. Was ihn weniger milde stimmte, war die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam. „Wir haben es am Donnerstag falsch gemacht und gegen Suurhusen wieder“, ärgerte er sich. Gegen eine Mannschaft, die sich mit Mann und Maus hinten reinstellt mit langen Pässen zu arbeiten, ist nicht zielführend, hatte er seinem Team gepredigt. Die aber probierte es genauso und stieß zumindest eine Halbzeit lang auf Granit. „Wir haben es Suurhusen zu leicht gemacht“, sagte Mario Friedrichs. Das aber änderte sich in Halbzeit zwei.
Endlich nutzte der TuS seine 80 Prozent Ballbesitz auch und legte erst per Strafstoß durch Thorsten Lettau (56.) und dann mit einem schönen Treffer über die Außenbahn durch Renke Wübbenhorst nach. „Dann rücken wir zu weit auf und bekommen prompt das Gegentor und bringen uns selbst unnötig in Bedrängnis.“
Anbrennen sollte aber nichts mehr. Denn Goalgetter Thorsten Lettau (85.) und Kim-Benjamin Böning (88.) machten den Deckel drauf auf eine Partie, die nach dem Geschmack Friedrichs viel zu lange interessant gewesen war. Ärgerlich: in der zweiten Minute der Nachspielzeit sah Leon Wübbenhorst nach einem an ihm begangenen rüden Foulspiel die Rote Karte. „Da hat er ein paar Worte gesagt, die er besser nicht gesagt hätte“, erklärte Mario Friedrichs.
