Elsten/Bevern - „Kaum zu glauben, aber unsere Endstation im Bezirkspokal heißt Elsten“, sagte ein Fan des Fußball-Landesligisten SV Bevern unmittelbar nach Ende des nervenaufreibenden Bezirkspokalspiels zwischen dem SV DJK Elsten und dem SV Bevern. Am Ende setzten sich die Elstener mit 7:6 nach Elfmeterschießen durch.

Die 500 Zuschauer bekamen eine intensive Partie zu sehen. Die Beverner, die unter anderem mit ihren regionalligaerfahrenen Assen Bernd Gerdes, Lennard Prüne, Lennart Blömer und Gerrit Menkhaus aufliefen, rannten bereits nach 40 Sekunden einem Rückstand hinterher. Als Bernd Lübbehüsen den Ball zum 1:0 über die Torlinie drückte, verwandelte er die DJK-Sportanlage zum ersten Mal in ein Tollhaus.

In der 12. Minute wäre Marek Gorzolka (DJK) fast das Tor des Monats geglückt, doch seine Direktabnahme vom Sechzehner rauschte knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite kam Sascha Thale nach einem Zweikampf mit DJK-Keeper Fritz Müller zu Fall. Aber der Pfiff des Referees Fabian Einhaus blieb, zum Entsetzen der Beverner, aus (13.).

In der 30. Minute machte Lübbehüsen das 2:0. Die Partie wurde nun intensiver und nach dem Seitenwechsel machte Bevern mehr Druck. Gerdes scheiterte per Freistoß an Müller (52.). Dann gelang Kristen Bramscher der Anschlusstreffer (63.). Bevern bekam Oberwasser, auch weil DJK-Akteur Steffen Niehaus wegen Beleidigung seines Gegenspielers die Rote Karte sah (65.). Bevern schaffte den Ausgleich (76.). Die Elstener kämpften wie ein Rudel Löwen und vernagelten ihr Gehäuse. Die Beverner kamen dadurch nicht zu einem dritten Tor. Ein Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Dabei trat Lennart Seidel (DJK) gleich dreimal an. Seine ersten beiden Elfer musste er wiederholen. Beide Male hatte SVB-Keeper Till Puncak pariert. Seinen dritten Versuch verwandelte Seidel. Anschließend scheiterte Matthis Hennig an Müller. Die folgenden Schützen erledigten ihre Hausaufgaben. Darunter auch DJK-Spielertrainer Stefan Wulfing, der zum 7:6-Endstand verwandelte.

Simon Wehming (Trainer SV Bevern): „In der ersten Halbzeit haben wir ein schlechtes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Über das gesamte Spiel gesehen, hätten wir allerdings drei Elfer bekommen müssen.“

Stefan Wulfing (Trainer DJK Elsten): „Unser Plan ist voll aufgegangen. Uns war klar, dass es nur über den Kampf ging. Und sicherlich braucht man das Quäntchen Glück, um so ein Spiel zu gewinnen.“

 DJK: Müller - Behrens, Leo Otten, Niehaus, Bornhorst, Berges, Gorzolka, Sieverding, Willenborg, Düker, Bernd Lübbehüsen; Reserve: Meyer, Ameskamp, Menke, Dellwisch, Seidel, Dirk Lübbehüsen, Michel Otten, Gregor, Wulfing.

 SVB: Puncak - Placke, Hennig, Schockemöhle, Siemund, Menkhaus, Gerdes, Bentka, Blömer, Prüne, Thale; Reserve: Bramscher, Tapken, Funke, Witt, Nolting, Kalvelage. Sr.: Einhaus (Thüle).

Stephan Tönnies
Stephan Tönnies Redaktion Münsterland (Lokalsport)