Molbergen/Cloppenburg/Bremen - Klar, es wäre schon wunderbar, mal dort zu spielen, wo sich so manches Wunder von der Weser ereignet hat. Wo einst Jahrhundert-Fußballer Diego Maradona beim 1:5 seines SSC Neapel gegen Werder Bremen feststellen musste: Die Besten spielen halt doch im Nordwesten. Ja, im Weserstadion aufzulaufen, das hätte schon was. Und zwei Mannschaften aus dem Landkreis Cloppenburg dürfen sich Hoffnungen darauf machen, dass für sie dieser Traum an diesem Samstag, 13. Mai, in Erfüllung geht. Haben sie es doch in die EWE-Cup-Endrunde geschafft, deren Finale in der Bundesliga-Arena stattfinden soll. Allerdings sind weitere 14 Teams dabei, die eines der zwei Endspiel-Tickets ergattern wollen. Ins Weserstadion kommen aber sowieso alle 16 Endrunden-Teilnehmer – weil die Siegerehrung mit allen Teams dort stattfindet und die 16 Mannschaften laut EWE zum letzten Werder-Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 20. Mai eingeladen werden. An diesem Wochenende spielen die grün-weißen Bundesliga-Profis in Leipzig.
Ob der 13. für die Molberger und/oder die Cloppenburger Nachwuchsfußballer zum Glückstag wird, dürfte sich schon ab 10 Uhr in den Gruppenspielen auf den Nebenplätzen des Weserstadions andeuten. Die jeweils besten zwei Teams der vier Gruppen schaffen es ins Viertelfinale, in dem man nur noch zwei Siege vom Endspiel in der Bundesliga-Arena entfernt ist. Der SV Molbergen muss sich in Gruppe B mit den Mannschaften GVO Oldenburg, JFV Aller-Weser und JSG Völlen auseinandersetzen. Auf den Cloppenburger FC warten in Gruppe C die Teams Sportfreunde Niedersachsen Vechta, TSV Elstorf und SG Friedrichsfehn/Petersfehn.
Sieger sind eh alle Endrunden-Teilnehmer, haben sie es doch aus einem Feld mit 120 Teams unter die Top 16 geschafft. Für sie alle sind Pokale eingeplant, der Gesamtsieger kann sich aber auch noch auf ein tolles Saisonabschluss-Wochenende freuen, und für den unterlegenen Finalisten gibt es Trainingsanzüge. Zudem gibt es für die jungen Fußballer und die Zuschauer ein attraktives Rahmenprogramm, das zum Mitmachen, aber auch zum Staunen einlädt. Hat sich doch ein Fußball-Freestyler angesagt. Er könnte mit seinen Kunststücken dafür sorgen, dass die Kinder ähnlich staunen wie Diego Maradona im Dezember 1989 über die Fähigkeiten von Dieter Eilts, Günter Hermann, Mirko Votava und Uli Borowka...
