Friesoythe - Der Kader wird wieder größer – aber der Abstand nach unten kleiner: Die Landesliga-Fußballer Hansa Friesoythes haben am Mittwochabend mit 2:3 (1:2) bei GW Firrel verloren und anschließend den einen oder anderen besorgten Blick auf die Tabelle geworfen: „Es ist schon ärgerlich, dass Firrel jetzt an uns vorbeigezogen ist, aber wir sind noch nicht in direkter Bedrängnis. Allerdings stehen noch viele Spiele an“, sagt Co-Trainer Nicolas Hofmann nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Punktspielen und dem Abrutschen auf Platz acht.
Schon am Sonntag um 15 Uhr tritt Hansa bei einer weiteren Mannschaft an, die unter den Friesoythern steht. Ein Sieg beim elftplatzierten VfR Voxtrup wäre für die Friesoyther in der Liga, aus der ein Drittel der Teams absteigt, schon sehr hilfreich. Allerdings hat der VfR ebenfalls am Mittwoch gespielt und Heimstärke gezeigt, indem er dem SV Holthausen-Biene ein Remis abgetrotzt hat (1:1). Immerhin, bis zum Sonntag soll der eine oder andere Spieler wie etwa der zuletzt erkrankt ausgefallene Kapitän Andre Thoben zurück in den zurzeit kleinen Hansa-Kader kehren.
Derweil spielt der SV Bevern zu einer ungewöhnlichen Zeit zu Hause gegen die auf Rang 15 rangierenden Blau-Weißen aus Hollage. Das Spiel wird an diesem Freitag um 18.30 Uhr angepfiffen.
GW Firrel - Hansa Friesoythe 3:2 (2:1)
Die Elf von Trainer Hammad El-Arab hatte stark begonnen. Sie hatte die ersten 25 Minuten der Partie in Ostfriesland bestimmt und sich drei gute Chancen herausgespielt. So kam Janek Siderkiewicz in der neunten Minute, nachdem ihn der Ball über Gerrit Thomes und Jan Ruhe erreicht hatte, frei, aber aus schwierigem Winkel zum Schuss. Er verfehlte das Tor knapp. Vier Minuten später spielte dann Kifuta Makangu seine ganze Erfahrung aus. Er fing einen Querpass der Firreler Verteidigung ab, rannte alleine auf Torwart Pascal de Buhr zu und traf ins Gäste-Gehäuse. Und es hätte für Hansa noch besser kommen können: Nachdem er selbst gefoult worden war, sorgte Keven Oltmer per Freistoß für Gefahr – doch de Buhr reagierte glänzend (21. Minute).
Anschließend zeigte sich einmal mehr, dass die Gegner der Friesoyther zurzeit effizienter spielen. Die erste richtige Firreler Chance nutzte Andre Lücht, um den Ball zum 1:1 einzuköpfen, nachdem die Friesoyther selbst einen Firreler Freistoß auf ihn verlängert hatten (26.). „Das Tor hat uns ein bisschen rausgebracht“, sagt Hofmann. Firrel war nun besser im Spiel und nach jeweils einer guten Chance auf beiden Seiten sogar auf der Siegerstraße: Manuel Suda hatte in der 40. Minute zum 2:1 für die Gastgeber getroffen, nachdem sich die Friesoyther erneut ungeschickt angestellt hatten. Torhüter Tiberius Bosilca und Verteidiger Noah Maletzko behinderten sich bei einem Klärungsversuch gegenseitig, so dass die Rettungstat misslang – und Suda profitierte.
Damit nicht genug, wegen Rückenproblemen konnte Bosilca nach der Pause nicht weiterspielen, für ihn übernahm Wojciech Wilhelm zwischen den Pfosten. Hansa versuchte nun, das Spiel zu machen und so zum Ausgleich zu kommen, aber allzu gefährlich wurde der Gast nicht. Zudem musste er immer wieder schnelle Konter Firrels entschärfen. Dies misslang in der 84. Minute nach einem Ballverlust in der Offensive, und Lasse Härtel erhöhte auf 3:1. Kifutas Anschlusstreffer kam dann zu spät (88.).
Hansa: Bosilca (46. Wilhelm) - Thomes, Maletzko, Hinrichs - Schlangen, Moussa, Siderkiewicz, Baumeister, Ruhe (69. Boungou) - Kifuta, Oltmer. Sr.: Bender (Heidmühler FC).
SV Bevern - BW Hollage
Beverns Abwehrspieler Jannis Wichmann hat seine Gelbsperre abgesessen, doch er kann aufgrund von Knieproblemen nicht spielen. Auch Nico Thoben (Schleimbeutelentzündung im Knie) muss ebenfalls passen. Frank Placke (Außenbandriss) steht auch weiterhin auf der Liste der Ausfälle. „Der Rest ist fit. Die Jungs sind gut drauf und am Dienstag war richtig Feuer im Training“, sagt Beverns Coach Simon Wehming.
Er will mit seinem Team den nächsten Sieg einfahren. „Ich erwarte, dass wir 90 Minuten fokussiert sind. Wir wollen auf alle Fälle daheim gewinnen“, so Wehming. Mithelfen soll dabei der formstarke Lennart Blömer. Er ist nach seiner abgelaufenen Gelbsperre wieder einsatzbereit.
Derweil ist die Kaderplanung des SV Bevern für die neue Saison größtenteils abgeschlossen. „Wir sind auf einem guten Weg. Mit zwei, drei Spielern stehen wir noch in Gesprächen“, sagte Wehming.

