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Fußball Kreisliga Jade-Weser-Hunte FSV Jever setzt sich im Kampfspiel 4:1 gegen Metjendorf durch

Thomas Van Lengen
FSV-Trainer Lars Poedtke freute sich über drei Punkte. Zufrieden war der Coach des FSV Jever aber nicht.

FSV-Trainer Lars Poedtke freute sich über drei Punkte. Zufrieden war der Coach des FSV Jever aber nicht.

Thomas van Lengen

Jever - Lars Poedtke hat seine ganz eigenen Ansichten, wenn es um die Benennung der Spielklassen im Bezirk Weser-Ems geht. Für ihn hat die Kreisliga Jade-Weser-Hunte sehr wenig mit einer Fußballliga auf Kreisniveau zu tun. Allein die Fahrtzeiten sprengen dafür mittlerweile den Rahmen. Und auch die Qualität der Mannschaften ist deutlich höher angesiedelt als zu dem Zeitpunkt, als der Fußballkreis Friesland noch die Verantwortung für den Sport auf Kreisebene trug. Und so verwundert es nicht, wenn der Trainer des FSV Jever gerne von der Bezirksklasse spricht, wenn er die Qualität des Fußballs in der neuen Kreisliga einordnet. Konsequenterweise ist es auch, wenn man seinen Worten folgt, ein eher schwaches „Bezirksklassen-Spiel“ am vergangenen Freitag gewesen, das sich auf dem Kunstrasenplatz an der Jahnstraße abgespielt hat. Obwohl sein Team sich mit 4:1 (1:1) gegen den TV Metjendorf durchsetzte.

FSV bereut den Heimrechttausch nach drei Minuten

„Eckiges, kantiges Zweikampfverhalten, spieltechnisch von beiden Mannschaften ganz schwach“, sagte Poedtke und versuchte damit gar nicht erst schönzureden, was sich auf dem Rasen zugetragen hatte. „Das erste Tor haben wir uns reinschreien lassen, aber wir hatten auch riesige Abstimmungsprobleme in der Defensive. Mit dem einzigen Torschuss, den sie im gesamten Spiel haben, gehen sie auch noch in Führung“, erzählte der FSV-Coach. „Dann mussten wir dem Gegner auf unserem Platz auch noch hinterlaufen, da hatte ich den Heimrechttausch schon bereut“, ärgerte er sich, über den frühen Gegentreffer nach nur drei Minuten.

Jeveraner stecken nach Rückstand nicht auf

Der Ball wurde in der gesamten ersten Spielhälfte fast durchgängig hoch und weit geschlagen. „Gefühlt war er die ganze Zeit in der Luft“, sagt Poedtke. Doch das hatte eklatante Nachteile für den Gastgeber, der es nicht schaffte, einen Spielzug anzusetzen oder überhaupt ins Laufspiel zu kommen. „Wir sind mit unseren kleinen, wuseligen Spielern gegen die 1,95-Fußballer überhaupt nicht zurecht gekommen“, sagt Poedtke, der seiner Mannschaft aber zugute hielt, dass sie nicht aufsteckte. Mit dem ersten gelungenen Spielzug ging es zumindest ein Stück bergauf mit den Jeveranern. Falko Weis zirkelte den Ball quer vors gegnerische Tor, wo Jan-Niklas Urban goldrichtig im Rücken der Abwehr eingelaufen war und zum 1:1 in den Winkel traf (37.).

In der Pause eingenordet

„In der Pause habe ich die Jungs erst einmal eingenordet und ihnen klargemacht, dass man so ein Spiel nicht gewinnen kann, wenn man sich auf dieses Zweikampfspiel einlässt“, erklärte Poedtke. Eine kleine Steigerung seiner Mannschaft reichte dann auch aus, um dem Spiel aus jeverscher Sicht die richtige Richtung zu geben. Yannick Dörfel sorgte mit einem satten Distanzschuss aus 25 Metern für die Führung (62.). Das 3:1 durch Lennard Becker aus zentraler Position nach schöner Vorarbeit von Fabian Titze auf der rechten Seite (82.) war die Vorentscheidung. Maximilian Wehrmann machte dann in der 90. Minute mit dem 4:1 per Kopfball den Deckel drauf. „Ich bin froh, dass wir das gewonnen haben. Es war ein reines Kampfspiel. Es waren für meine Begriffe aber drei ganz wichtige Punkte.

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