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Zwischenbilanz des FSV Jever in der Kreisliga Jade-Weser-Hunte Fußball-Kreisligist FSV Jever hat sich in neuer Umgebung zurechtgefunden

FSV-Trainer Lars Poedtke (2. von rechts) ist mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

FSV-Trainer Lars Poedtke (2. von rechts) ist mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Kathrin Kraft

Jever - Wenn man als Aufsteiger zur Winterpause auf dem sechsten Tabellenplatz steht, ist das ein Grund für Zufriedenheit. Das sieht auch Lars Poedtke, Trainer von Fußball-Kreisligist FSV Jever, so: „Grundsätzlich können wir mit dem, was wir bislang gespielt haben, glücklich sein.“ Ein großes „Aber“ hat der Trainer dennoch parat: „In einigen Spielen haben wir Punkte leichtfertig verschenkt. Wir könnten noch mehr Zähler auf dem Konto haben.“

Warum spielte der FSV so oft Remis ?

Poedtke spielt damit auf die vielen Unentschieden der Kiebitze an. Sieben Remis stehen für Jever zu Buche – die meisten der Liga. „In einigen Spielen haben wir in der Schlussphase Konsequenz und Cleverness vermissen lassen“, analysiert der FSV-Coach. Besonders ärgert ihn zum Beispiel das 2:2 beim Tabellenzweiten Ohmstede. Lange führten die Gäste, um in der Nachspielzeit per Strafstoß noch den Ausgleich zu kassieren – symptomatisch für einige FSV-Punkteteilungen.

Was macht Jever stark ?

Doch auch das täuscht nicht darüber hinweg, dass vor allem die Offensive der Jeveraner einen sehr guten Job gemacht hat. Dabei sticht sicherlich Falko Weis heraus. Der flinke Flügelstürmer kommt bereits auf 14 Treffer und liegt auf Rang zwei der Kreisliga-Torjägerliste. „Unsere Offensive hatte keine Probleme, sich an die neue Liga anzupassen. Das ist bemerkenswert“, lobt Poedtke. „Die Kreisliga ist zwar keine Weltliga, aber der Tempounterschied zur Kreisklasse ist schon auffällig.“ Da trifft es sich sicher sehr gut, dass der Aufsteiger gleich mehrere schnelle Spieler im Kader hat, die für Gefahr sorgen.

Wo läuft es noch nicht ?

Nachholbedarf hat der FSV hingegen in der Abwehr. 30 Gegentore kassierten die Kiebitze bislang – deutlich mehr als die restlichen Teams aus dem oberen Tabellendrittel. „Damit ist auch einfach nicht mehr als Platz sechs drin“, weiß Poedtke. „Wir haben zwar einige erfahrene Akteure in der Abwehr, aber eben auch junge Spieler, die noch Zeit zum Lernen benötigen.“ Eine wichtige Stütze ist Thorben Kutscher. Der Neuzugang im Tor kommt auf die meisten Einsatzminuten im Kader und war in vielen Spielen ein sicherer Rückhalt.

Wie geht es weiter ?

Nach einer Trainingspause geht es Ende Januar weiter mit dem Training. Auf Einheiten und Turniere in der Halle verzichtet der FSV Jever weitestgehend: „Ich bin da kein Freund von. Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Lediglich bei unserem eigenen Turnier und dem Klinker-Cup werden wir dabei sein.“ Zahlreiche Testspiele auf dem heimischen Kunstrasen hat der FSV-Trainer dafür längst vereinbart. Gegner sind zum Beispiel die Bezirksligisten Obenstrohe, Strudden und Wiesmoor.

„Wir wollen optimal vorbereitet sein, wenn es im März wieder losgeht“, sagt Poedtke. Ein Ziel ist auch definiert: Möglichst schnell wollen die Kiebitze den Klassenerhalt sichern. „Danach schauen wir, wie weit es noch nach oben geht“, gibt der Trainer vor.

Dennis Sandhorst
Dennis Sandhorst Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung
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