Heidmühle - Revanche nehmen, hatte Daniel Oleksyn noch vor dem Spiel seiner Mannschaft als Vorgabe ins Stammbuch geschrieben. Dass sein Team es dann allerdings so ernst nehmen würde, hatte der Trainer des Fußball-Bezirksligisten Heidmühler FC nicht erwartet. Beim 9:0-Sieg der Heidmühler am Freitagabend konnten einem die Gäste vom TuS Eversten beinahe schon Leid tun.

„Die werden sich wohl so schnell nicht mehr mit uns anlegen wollen“, stellte Oleksyn nach dem Spiel zufrieden fest. „Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten aggressiv sein, wir wollten das Spiel bestimmen und ein hohes Pressing spielen.“ Es passte einfach alles: Nach einem frühen Doppelschlag durch Winter-Neuzugang Marius Preisinger (1. und 2. Minute) verfielen die Gäste in Schockstarre. „Wir haben das Spielsystem von Eversten schnell durchschaut und die richtigen Mittel gefunden“, sagte der HFC-Coach. Immer wieder schafften es die Heidmühler, über die Außenpositionen durchzudringen und für Gefahr im gegnerischen Strafraum zu sorgen.

Und in der Defensive ließ die Oleksyn-Elf nichts zu. Der beschäftigungslose Leon Kronsbein im Tor des Gastgebers hatte Mühe, sich bei winterlichen Temperaturen warm zu halten. „Wir haben eigentlich keine Torchance zugelassen. Die einzigen Ballkontakte, die er hatte, waren Rückpässe.“ Nach einem weiteren Doppelschlag durch Torjäger Martin Habben (25. und 28. Minute) war die Messe nach knapp einer halben Stunde so gut wie gelesen. „Eine geschlossene Mannschaftsleistung, alle haben die richtige Einstellung gezeigt“, sagte Oleksyn.

Das muntere Toreschießen ging auch nach dem Seitenwechsel weiter. Und es sollte richtig bitter für Eversten werden. Erneut war es Marius Preisinger, mit seinem zweiten Doppelpack des Abends (52. und 53.), der die wirklich letzten Zweifel ausräumte. Es sollte der Abend des Doppelpacks werden. Nachdem Dominik Buchtela in der 56. Minute das 7:0 besorgte, durfte auch Tom Horn in der 82. und 87. Minute zweimal jubeln. Angesichts der Machtdemonstration fiel es Daniel Oleksyn schwer, das Haar in der Suppe zu finden: „Es klingt vielleicht doof, aber das einzige, was wir hätten besser machen können, wäre eine konsequentere Chancenverwertung.“ Aber das wäre vielleicht auch des Guten zu viel gewesen. Eversten war mit neun Gegentreffern schon bestraft genug.

Thomas Van Lengen
Thomas Van Lengen Redaktionsleitung Sport, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung