Holtriem - Mario Friedrichs kann mit dem Ergebnis gut leben. „Vielleicht ist es ein Dämpfer zu richtigen Zeit“, sagt der Trainer der TuS Holtriem. „Wenn nicht alle die wichtigen zwei bis drei Prozent mehr geben, dann kann sowas eben mal passieren“, ergänzt er. Wobei das 2:2 des Ostfrieslandliga-Tabellenführers gegen den Siebten FC Loquard alles andere als ein Beinbruch ist. „Die haben sich den Punkt auch verdient“, sagt Friedrichs.

Ihm war schon vor dem Spiel klar, dass es gegen die Mannschaft aus der Krummhörn nicht einfach werden würde. Denn die Gäste haben über den Saisonverlauf mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Aber ein angeschlagener Gegner ist gefährlich und Loquard wusste am Samstagabend zu kämpfen. „Wir sind gut in die Begegnung reingekommen, haben dann aber den Faden verloren“, blickte Mario Friedrichs auf die 90 Minuten zurück. Loquard zeigte sich vor allem über Standards brandgefährlich, letztlich war es aber ein Abwehrfehler, der die Gäste mit 1:0 in Führung gehen ließ. „Das 1:1 durch Malte Frerichs in der Nachspielzeit vor der Pause war natürlich gut für uns“, sagt der Holtriemer Coach. Er nutzte den Seitenwechsel für eine deutliche Ansprache. Sich sammeln und endlich aufwachen, lautete die Devise.

Sein Team beherzigte die Worte des Trainers und legte in der 57. Minute durch Pascal Boden zum 2:1 nach. Allerdings drängte es im Anschluss allzu sehr auf den dritten Treffer, stand zu hoch und lief in den Konter des FC. Tim Artmann schloss den schnellen Gegenstoß zum 2:2 ab. „Wir haben dann noch drei, vier gute Chancen, unter anderem mit einem Kopfball, der die Latte trifft, aber irgendwie sollte es einfach nicht sein“, erzählt Mario Friedrichs. Beim 2:2 blieb es letztlich.