Delmenhorst - Die Nachholbegegnung der Fußball-Kreisliga am Dienstagabend zwischen dem SV Baris Delmenhorst und Delmenhorster TB wurde durch Schiedsrichter Paul Lange in der 70. Minute beim Stande von 3:2 (2:2) Toren abgebrochen. Als Grund hatte der Referee den beiden Trainern Baris Caki und Arend Arends gegenüber geäußert, dass die Sicherheit für eine ordnungsgemäße Weiterführung der Begegnung, nachdem sich einige Zuschauer geprügelt hatten, nicht mehr gewährleistet gewesen sei, was aber keine der beiden Mannschaften zu verantworten hätte.

„Das war bis dahin ein klassisches Derby, welches intensiv geführt wurde. Zum Zeitpunkt des Spielabbruches hatten wir leichte Vorteile und lagen in Führung. Nachdem ein Spieler der Gäste eine Gelb/Rote Karte (70.) gesehen hatte, kam es bei Zuschauern zu einer Prügelei, worauf der Schiedsrichter verständlicherweise beide Mannschaften zunächst in die Kabinen schickte. Unser eingeteilter Ordnungsdienst hat dafür gesorgt, dass die betreffenden Zuschauer der Anlage verwiesen wurden. Da der Schiedsrichter nach der Zwangspause nicht mehr anpfeifen wollte, bat ich ihn, die Lage noch einmal zu überprüfen und zu werten. Das wollte er allerdings nicht und brach die Partie ab“, äußerte Baris-Trainer Baris Caki.

Etwas emotionaler berichtete Gästecoach Arends, dass auch er, sein Co-Trainer, und auch die Spieler bedroht worden seien und sich absolut nicht mehr sicher fühlen konnten. Außerdem beklagte Arends während des Spieles rassistische Äußerungen gegen seinen Spieler Muhammad Sallah.

Die Tore bis zum Spielabbruch: 1:0 Salwas Marwan Bees (13.), 1:1 Max Wiechmann (27.), 1:2 Milan Heyl (28.), 2:2/3:2 Zana Ibrahim (34., 61.)

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