Jever - Ein echtes Kampfspiel haben die Zuschauer im Derby der Fußball-Kreisliga zwischen dem FSV Jever und dem FC Zetel gesehen. „Ich war selber so ein Spielertyp und ich mag solche Spiele“, gab auch FSV-Trainer Lars Poedtke trotz der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft zu.

In der ersten Halbzeit tasteten sich beide Mannschaften überwiegend ab. Den schnellen Falko Weis (FSV) und Dennis Rehbein (Zetel) wurden jeweils Sonderbewacher zur Seite gestellt, sodass deren Aktionsradius verpuffte. Die ersten 45 Minuten glänzte das Spiel mit Chancenarmut, vor beiden Toren passierte herzlich wenig. Das änderte sich schlagartig nach der Pause. Im ersten Angriff bekam Jever einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen, den der sonst so treffsichere Falko Weis nicht im Tor unterbrachte. „Das war glaube ich der erste Elfmeter, den er verschossen hat, seit ich in Jever bin“, vermutete Poedtke.

Die vergebene Großchance sollte sich bald rechen: Beinahe aus dem Nichts heraus erzielte Zetel die 1:0-Führung. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld gelang es den Kiebitzen nicht, die Situation entscheidend zu klären und FC-Torjäger Dennis Rehbein war zur Stelle. Ein richtiger Spielfluss wollte in der Folge nicht mehr aufkommen. Phasenweise verloren sich beide Mannschaften in zu vielen Zweikampfsituationen. Die Gäste versuchten mit allen Mitteln, ihre knappe Führung zu verteidigen und gingen die FSV-Akteure teilweise hart an. In der einen oder anderen Szene hätte sich auch Poedtke ein entschlosseneres Durchgreifen des Unparteiischen gewünscht. „Da waren gerade gegen Falko Weis schon einige harte Grätschen dabei“, befand der FSV-Trainer.

Auch deshalb kochte das Derbyfeuer (ein wenig zu sehr) auf. Der FSV spielte sich in seiner zwanzigminütigen Überzahl nur eine Gelegenheit durch Maximilian Wehrmann heraus. „Mit dem Aufstieg und der guten Hinserie in der Kreisliga war es trotzdem ein gutes Jahr für den FSV“, sagte Poedtke nach dem Schlusspfiff im letzten Spiel des Jahres.

Dennis Sandhorst
Dennis Sandhorst Sportredaktion, Jeversches Wochenblatt, Wilhelmshavener Zeitung