Landkreis - Im einzigen Sonntagsspiel der Fußball-Kreisliga feierte Tabellenführer TV Jahn Delmenhorst einen klaren 9:0 (5:0)-Heimsieg gegen den Ahlhorner SV. Nicht zu beneiden ist derzeit ASV-Trainer Lars Arkenbout, dessen Mannschaft nach dem Weggang von einigen Spielern in der Winterpause nun auch noch mit weiteren Personalproblemen zu kämpfen hat. Nachdem bereits die erste Begegnung nach der Winterpause beim VfL Stenum II mit 1:6 deutlich verloren gegangen war, kam der ASV nun in Delmenhorst unter die Räder.
Arkenbout konnte nur acht Spieler seines Kaders aufbieten und musste auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen. Zu allem Überfluss verletzte sich beim Aufwärmen auch noch Ole Specht, der in der Abwehr für Zusammenhalt sorgen sollte. Trotzdem hielten die Ahlhorner in den ersten 20 Minuten noch gut mit, obwohl sie in dieser Zeit schon vier Gegentreffer kassierten. Als vor der Pause der fünfte Gegentreffer fiel und die Platzherren kurz nach Wiederanpfiff noch zweimal trafen, war die Moral der Gäste gebrochen. In der 73. Minute sah Ahlhorns Sherwan Fahrman die Ampelkarte.
Jahn-Trainer Paul Leis war froh über den gelungenen Start nach der Winterpause, betonte aber: „Die nächsten Begegnungen werden sicherlich schwerer.“ Seine Mannschaft hätte auch nach der klaren Führung überlegt weitergespielt und wäre nicht in Hektik verfallen, um auch noch den zehnten Treffer zu erzielen. Tore: 1:0 Andre Tönnies (4.), 2:0 Marc Pawletta (9.), 3:0 Tönnies (10.), 4:0 Sean Gradtke (20.), 5:0/6:0 Pawletta (29., 47.), 7:0 Tönnies (52.), 8:0 Pawletta (54.), 9:0 Enrico Köhler (81.)
1. Kreisklasse
In der 1. Kreisklasse fand nur eine Partie am Wochenende statt. Im Duell der beiden Verfolger des Spitzenreiters FC Huntlosen trennten sich der KSV Hicretspor und VfL Wildeshausen III am Freitagabend 2:2 (1:1). „Am liebsten möchte ich auf das Spiel nicht angesprochen werden“, äußerte KSV-Trainer Timur Cakmak. Er war zwar einerseits überrascht, dass seine Mannschaft spielerisch gut nach der Winterpause gestartet ist, obwohl sie kaum Trainingsmöglichkeiten besessen hatte und viel improvisieren musste. Was ihn aber absolut nicht zufrieden stellte, war die mangelhafte Torausbeute, denn schon zur Halbzeitpause hätte seine Mannschaft deutlich in Front liegen müssen, wie Cakmak betonte. „Wildeshausen hat aus einer Tormöglichkeit zwei Tore gemacht“, übertrieb er allerdings ein wenig.
Nachdem die Gäste den Führungstreffer der Delmenhorster ausgeglichen hatten, sorgten sie in der zweiten Halbzeit selbst für die überraschende Führung. Doch bei klarer Überlegenheit gelang Hicretspor noch das mehr als verdiente 2:2.
„Obwohl wir eigentlich zwei Punkte verschenkt haben, schaue ich zuversichtlich in die Zukunft, da wir mit unseren Neuzugängen Enes Cakil und Murat Aruk deutlich an Qualität in der Offensive gewonnen haben“, schloss Cakmak. Tore: 1:0 Enes Cakil (16.), 1:1 Nico Wegner (26.), 1:2 Rascho Saadi (70.), 2:2 Sühan Reis (81.)
