Wiefelstede - An diesem Freitag soll in der Fußball-Kreisliga das Spitzenspiel zwischen TuS Eversten und SVE Wiefelstede (19.30 Uhr, Sportplatz Hundsmühler Höhe) steigen. Dass diese Partie überhaupt ein Spitzenspiel ist, liegt an der Siegesserie der Wiefelsteder. Nach dem sechsten Spieltag hatte die Eintracht ganze sechs Punkte auf dem Konto, nur wegen des Torverhältnisses lag die Mannschaft von SVE-Trainer Mario Anderer nicht auf einem Abstiegsplatz.
Sechs Siege in Serie
Nur gegen den Tabellenletzten konnte Wiefelstede bis dahin gewinnen. Negativer Höhepunkt der Startphase war die Heimpleite gegen Aufsteiger VfL Edewecht (0:2). Dann kam mit dem 5:1 im Ammerland-Derby gegen SG Friedrichsfehn/Petersfehn die Wende. Auf das 2:2 bei Eintracht Oldenburg folgten sechs Siege in Serie und Platz vier in der Tabelle. „Wir als Trainerteam können vor der Leistung der Mannschaft nur unseren Hut ziehen“, erklärt Anderer. Denn die Siegesserie kam trotz erschwerter Bedingungen zustande.
Immer wieder fielen bei den Wiefelstedern Innenverteidiger und Sechser aus. „Wir mussten dann Spieler auf Positionen einsetzen, die sie nicht spielen und auch nicht trainieren. Und man weiß nie, ob die Spieler dann auf der neuen ungewohnten Position auch 100 Prozent geben“, sagt der SVE-Coach. Beim 4:1 bei FC Ohmstede musste Angreifer Jan Bakker in die Innenverteidigung und der offensive Freigeist Timon Sylvester spielte auf der Sechs. „Die Spieler haben ihre neuen Positionen immer angenommen, sie haben sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt – das ist einfach nur großartig“, lobt Anderer.
Effizienter vor dem Tor
Und noch etwas hat sich geändert: die Wiefelsteder verwerten ihre Torchancen konsequenter als zu Saisonbeginn. „In den ersten Spielen brauchten wir gefühlt zehn Chancen, um ein Tor zu machen. Da haben wir zwar oft gut gespielt, waren vor dem gegnerischen Tor aber nicht konsequent und gierig genug“, sagt Anderer: „Jetzt machen wir wie in Ohmstede aus den ersten Chancen auch gleich Tore. Wenn man so effizient ist, braucht man nicht einem Rückstand hinterherlaufen.“
Die Siegesserie erzeugt auch eine Euphoriewelle. „Die Begeisterung aus den Spielen überträgt sich auf das Training. Da sind die Spieler genauso gierig wie in den Spielen“, meint der SVE-Trainer. Eversten hat von seinen zwölf Spielen elf gewonnen, nur beim 2:2 gegen Ohmstede am ersten Spieltag holte der Bezirksliga-Absteiger nicht die volle Punktzahl. „Ich hatte Eversten vor der Saison nicht so gut erwartet. Die holen aber konsequent ihre Punkte“, räumt Anderer ein: „Für uns geht es in dieser Partie nicht darum, ein gutes Spiel zu machen und das dann knapp verlieren. Wir wollen auch das Spiel gewinnen.“
Ob das Spiel an der Hundsmühler Höhe stattfindet, ist noch offen. In Oldenburg sind die städtischen Rasenplätze noch gesperrt. Erst am Freitag fällt die Entscheidung, ob die Platzsperre verlängert oder aufgehoben wird. Die Partie kann auch kurzfristig auf einen Kunstrasenplatz verlegt werden.
