Landkreis - Weiter auf Meisterschaftskurs befindet sich Fußball-Kreisligist VfR Wardenburg, der sich am Dienstagabend im Gemeindederby gegen den SV Achternmeer durchsetzte. Der TV Dötlingen trotzte dem Tabellendritten TV Jahn Delmenhorst ein 1:1 ab, während der SV Baris deutlich mit 5:0 gegen Ahlhorn gewann.

SV Achternmeer - VfR Wardenburg 2:4 (0:1). Den Spielverlauf schilderte SVA-Coach Marco Elia, der seine Mannschaft in der ersten Halbzeit deutlich im Vorteil sah, wie folgt: „Wir hatten drei 100-prozentige Möglichkeiten, die wir aber leider nicht genutzt haben“, trauerte Elia den vergebenen Chancen nach. Die Gäste machten das in dieser Beziehung besser. Beim ersten Versuch der Wardenburger zeigte Achternmeers Torhüter Aaron Wille sein ganzes Können und verhinderte noch die VfR-Führung. Beim zweiten Versuch klappte es besser, und der Tabellenzweite stellte mit dem 0:1 (26.) den Spielverlauf etwas auf den Kopf. „In der zweiten Halbzeit gelang meiner Mannschaft nur noch ein guter Torversuch durch Philipp Pöpken, was eindeutig zu wenig war“, bedauerte Elia.

Den Gästen gelang mit einem Traumtor der zweite Treffer, der nun endgültig die Weichen auf einen Erfolg für das Team von Trainer Sören Heeren stellte. Nun zeigte sich die Cleverness der Spitzenmannschaft, die laut Elia einfach „griffiger und bissiger“ war und auch ihre ganze Routine ausspielte. Trotz der Niederlage machte Achternmeers Coach seinem jungen Team ein großes Kompliment, welches bisher eine tolle Entwicklung genommen hätte, sich aber leider nicht immer dafür belohnt hat. Durch ein Standardtor verkürzten die Platzherren in der Nachspielzeit, ehe postwendend die Wardenburger Antwort in Form eines weiteren Treffers kam. Das wollten die Achternmeerer nicht so stehen lassen und verkürzten noch einmal. „Wenn uns in der ersten Halbzeit die Führung gelungen wäre, wäre eventuell etwas mehr für uns möglich gewesen“, vermutete der SVA-Trainer. Tore: 0:1 Tim Conring (26.), 0:2 Nexhdet Berisha (64.), 0:3 Lukas Menke (76.), 1:3 Pascal Nitsche (90.+1), 1:4 Tristan Pawel Stec (90.+2), 2:4 Stefan Frye (90.+4)

SV Baris Delmenhorst - Ahlhorner SV 5:0 (3:0). „Endlich haben wir uns für eine gute Leistung belohnt“, freute sich Baris-Trainer Maik Hannebauer nach dem klaren und verdienten Erfolg gegen den Ahlhorner SV. Auch in der Höhe sei das Ergebnis völlig in Ordnung gewesen, wobei sein Team auch noch die eine oder andere Chancen liegen gelassen hätte. Hannebauer verschwieg aber auch nicht, dass die Gäste, die erneut mit großen Personalsorgen zu kämpfen hatten, auch zwei oder drei Möglichkeiten gehabt hätten. Nachdem die Überlegenheit der Platzherren lange Zeit nichts Zählbares einbrachte, erzielte Baris innerhalb von acht Minuten drei Tore, die schon eine Vorentscheidung bedeuteten. Auch in der zweiten Halbzeit setzte sich die Überlegenheit des Gastgebers fort, die mit zwei weiteren Treffern belohnt wurde. In der Schlussphase gerieten Ahlhorns Sherwan Fahrmann und Baris-Akteur Blessing Papaya aneinander, die dafür von Schiedsrichter Christian Mesenbrink die Rote Karte (88./89.) sahen. Baris-Trainer Hannebauer freute sich sehr über die weitere gute Entwicklung seiner Mannschaft. Besonders freute er sich darüber, dass sich gleich drei seiner Torschützen gerade erst im ersten Herrenjahr befinden. Tore: 1:0 Chinedu Dominic Eze (37.), 2:0 Blessing Papaya (39.), 3:0 Salwan Marwan Bees (44.), 4:0 Mert Caki (67.), 5:0 Alexander Pelman (83.)

TV Dötlingen - TV Jahn Delmenhorst 1:1 (0:0). „Meine Mannschaft hatte eineinhalb Torchancen, von denen wir eine genutzt haben“, äußerte Dötlingens Trainer Markus Welz, der seiner Mannschaft eine gute Leistung gegen die Delmenhorster attestierte. Er hatte zum ersten Mal eine Fünferkette aufgeboten, was absolut gut geklappt hätte. Der Tabellendritte besaß zwar wesentlich mehr Spielanteile, konnte sich aber letztlich gegen die stabile Abwehr der Dötlinger nicht entscheidend durchsetzen, zumal in einigen Situationen Dötlingens Torhüter Patrick Stefan toll reagierte. Während der erste Abschnitt torlos verlief, gelang den Delmenhorstern erst spät der Führungstreffer durch eine Standardsituation durch Alioune Badara Youm – „der gegen uns eigentlich immer trifft“, wie Welz feststellte. Ebenfalls eine Standardsituation sorgte in der Schlussphase für den Ausgleich durch Gerrit Schüler, der einen Freistoß von Bartosz Drozdowski mit dem Kopf ins Tor beförderte. Tore: 0:1 Alioune Badara Youm (71.), 1:1 Gerrit Schüler (87.)