Esens - Ralf Backhaus war zufrieden nach dem Spiel seiner Landesliga-Kicker am Sonntagnachmittag. Sehr zufrieden sogar. Der TuS Esens hatte gegen den VfL Oythe die wohl beste zweite Halbzeit der Saison gezeigt, und die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt genutzt. Das Szenario der letzten Chancen wird sich jetzt Woche für Woche wiederholen, aber solange die Bärenstädter ihre Hausaufgaben machen, ist noch etwas möglich.
Schon in der dritten Minute der Partie hatte Manuel Meints die Führung auf dem Fuß, als er frei auf den kurzen Pfosten schoss. „Das war eine unglaubliche Parade vom Torwart. Sowas hab ich noch nie gesehen“, staunte Trainer Ralf Backhaus. Der VfL Oythe trat in der Folge selbstbewusst auf, während der TuS Esens mitunter Probleme hatte. Die Gäste erarbeiteten sich gut Chancen, aber auch die Bärenstädter kamen gefährlich vor das gegnerische Tor. Eine der Chancen verwandelte Hauke Bents zur 1:0-Pausenführung.
Nach Wiederanpfiff erwartete Ralf Backhaus eigentlich einen Sturmlauf der Oythener - aber Esens stand tief und agierte nahezu perfekt. Aus der stabilen Abwehr heraus war der Mut da, auch nach vorne zu spielen und so schossen die Esenser VfL-Keeper Kai Winkler langsam warm. Manuel Meints nutzte eine weitere Großchance zum 2:0, ehe wie aus dem Nichts der Oyther Anschlusstreffer fiel. „Die hatten da so einen Riesen eingewechselt“, erläuterte Backhaus, der nach diesem Treffer wieder ein wenig kribbelig wurde. Seine Spieler indes wurden nicht nervös, spielten souverän weiter und eine schöne Kombination von Niklas Sukowski und Niklas Pinkernell vollendet Finn Rosenboom mit dem Treffer zum verdienten 3:1.
Nun hat Esens mit Schüttorf und Wilhelmshaven zwei Top-Teams vor der Brust. Diese Spiele gilt es so gut als möglich zu gestalten, damit es am letzten Spieltag das Endspiel gegen Gesmold geben kann.
