Middels - Tobias Ryl hält nichts davon, Spiele schon im Vorfeld verloren zu geben. Das gilt auch für den Bezirkspokal, der bei vielen Fußballern als notwendiges Übel angesehen wird. Daher war der Trainer des TuS Middels auch nicht besonders glücklich, als er mit ansehen musste, wie sein Team vom Landesligisten Grün-Weiß Firrel mit 7:0 abgefertigt wurde.
Firrel macht von Beginn an Druck
Die Firreler hatten sich nach dem 1:1 beim TuS Esens zum Start der Punktrunde viel vorgenommen und drehten von Beginn an auf. Die Partie war gerade erst angepfiffen, als die Gäste zum ersten Mal jubelten. Manuel Suda leitete den Torreigen mit seinem Treffer in der ersten Minute ein. Bis zur Pause legten Klaas Folkerts mit einem Doppelpack und Steef Borgmann zum 4:0 nach. Ein weiterer Doppelpack von Folkerts sorgte das 6:0. Zu diesem Zeitpunkt waren die Middelser nach einer Gelb-Roten Karte nur noch zu zehnt auf dem Feld. Doch Firrel ließ nicht nach, ging hart und gezielt in jeden Zweikampf.
Platzverweise auf beiden Seiten
In der 75. Minute gab es nach so einem Zweikampf die berühmte Rudelbildung. Die Situation wurde etwas unschön und Schiedsrichter Matthias Lange schickte die beiden Hauptverantwortlichen mit glatt Rot hinaus. Somit wurde die letzte Viertelstunde mit Neun gegen Zehn zu Ende gespielt. Lasse Härtel setzte in der 78. Minute den Schlusspunkt zum 7:0 für die Grün-Weißen. Die Roten Karten sind für beide Teams ärgerlich, denn Platzverweise, die Sperren nach sich ziehen, gelten wettbewerbsübergreifend. Eine „Verkettung von Fehlern“ habe zu den Gegentoren geführt, sagte Ryl über das doch sehr deutliche Ergebnis. Firrel habe gezeigt, über welche Qualität das Team verfügt und diese Klasse gut ausgespielt.
Nächste Partie am Sonntag
Nach der Schlappe im Pokal richtet sich der Blick bei den Middelsern nun auf das nächste Punktspiel. Am Sonntag um 15 Uhr ist der FC Norden zu Gast am Barger Weg. „Norden hat mit Bernd Buß einen neuen Trainer und hat sich gut verstärkt“, sagt Ryl über den kommenden Gegner. Er erwartet eine gute Mannschaft, die es seinem Team nicht einfach machen wird. Damit es trotzdem mit dem erhofften Sieg klappt, müsse vor allem die Einstellung auf dem Platz anders sein, als noch gegen Firrel. Dass seine Mannschaft durchaus anders kann, hat sie im ersten Punktspiel in Holtland bewiesen. „Das war gut“, sagt Ryl über den Auftritt im ersten Punktspiel. Daran müssen sie Middelser jetzt anknüpfen. Erschwert wird die Lage jedoch durch einige Ausfälle von verletzten Spielern und durch die Rote Karte.
